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DGB 1: EVA-Prinzip: Unterschied zwischen den Versionen

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= EVA-Prinzip – Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe =
Das '''EVA-Prinzip''' beschreibt ein grundlegendes Modell der Informationsverarbeitung: Ein digitales System erhält eine '''Eingabe''', verarbeitet diese und erzeugt daraus eine '''Ausgabe'''. Das Prinzip lässt sich bei Computern, Smartphones, Tablets und vielen anderen digitalen Geräten beobachten.


== Kurzbeschreibung ==
== Lehrplanbezug ==


Das EVA-Prinzip beschreibt die grundlegende Funktionsweise digitaler Geräte. Informationen werden zuerst eingegeben, anschließend verarbeitet und danach als Ergebnis wieder ausgegeben. Dieses Prinzip findet sich bei Computern, Tablets, Smartphones und vielen anderen digitalen Endgeräten.
{| class="wikitable"
! Bereich
! Zuordnung
|-
| '''Kompetenzbereich'''
| Orientierung
|-
| '''Perspektive'''
| Technisch-mediale Perspektive (T)
|-
| '''Schwerpunkt'''
| Aufbau und Funktionsweise digitaler Endgeräte
|-
| '''Kompetenz'''
| Das Prinzip von Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe an Bestandteilen und Funktionen eines digitalen Geräts erklären.
|}


== Lernziele ==
== Lernziele ==


Nach diesem Kapitel sollen die Schülerinnen und Schüler:
Die Schülerinnen und Schüler können:


* das Grundprinzip von Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe erklären können.
* die Begriffe '''Eingabe''', '''Verarbeitung''' und '''Ausgabe''' erklären;
* verstehen, warum das EVA-Prinzip für digitale Geräte wichtig ist.
* typische Eingabe- und Ausgabegeräte unterscheiden;
* verschiedene Eingabegeräte benennen und deren Funktion beschreiben können.
* den Prozessor als zentrale Verarbeitungskomponente eines Computers beschreiben;
* erklären können, dass die CPU eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung von Daten spielt.
* an einfachen Beispielen den Weg von einer Eingabe bis zur Ausgabe nachvollziehen;
* Beispiele für Verarbeitungsvorgänge nennen können.
* das EVA-Prinzip auf unterschiedliche digitale Geräte und Alltagssituationen übertragen;
* verschiedene Ausgabegeräte benennen und deren Funktion erklären können.
* erkennen, dass mehrere Hardware- und Softwarekomponenten zusammenarbeiten müssen.
* das EVA-Prinzip an praktischen Alltagssituationen erkennen können.
* das EVA-Prinzip in verschiedenen technischen Zusammenhängen beschreiben können.
* über Vor- und Nachteile der Abhängigkeit von digitalen Geräten nachdenken und diskutieren können.


== Lerninhalte ==
== Lerninhalte ==


=== Eingabe ===
=== Grundprinzip ===
 
Bei der Eingabe werden Daten oder Befehle von einem Menschen oder einer anderen Quelle an ein digitales Gerät übermittelt.


Beispiele für Eingabegeräte:
Ein digitales Gerät verarbeitet Informationen in mehreren Schritten. Vereinfacht lässt sich dieser Ablauf als EVA-Prinzip darstellen:


* Tastatur
# '''Eingabe (E):''' Daten oder Befehle gelangen in das System.
* Maus
# '''Verarbeitung (V):''' Das System verarbeitet die Eingabe nach festgelegten Regeln oder Programmen.
* Mikrofon
# '''Ausgabe (A):''' Das Ergebnis wird ausgegeben oder an ein anderes System weitergegeben.
* Webcam
* Touchscreen


Über diese Geräte erhält der Computer Informationen, die anschließend weiterverarbeitet werden können.
Ein Computer „versteht“ eine Eingabe nicht wie ein Mensch. Er verarbeitet Daten entsprechend den Anweisungen seiner Software. Welche Verarbeitung stattfindet, hängt daher vom verwendeten Programm und von der jeweiligen Aufgabe ab.


=== Verarbeitung ===
=== Eingabe ===


Die Verarbeitung findet im Inneren des Computers statt. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Prozessor, auch CPU genannt. Er verarbeitet die eingegebenen Daten und führt Befehle aus.
Als Eingabe bezeichnet man Informationen oder Befehle, die einem digitalen System zur Verfügung gestellt werden.


Beispiele für Verarbeitung:
Typische Eingabegeräte sind:


* Berechnungen in einer Tabellenkalkulation
* '''Tastatur''' – Eingabe von Buchstaben, Zahlen und Befehlen;
* Suche in einer Datenbank
* '''Maus oder Touchpad''' – Auswahl und Steuerung von Elementen auf dem Bildschirm;
* Bearbeitung eines Bildes
* '''Touchscreen''' – Eingabe durch Berührung;
* Erstellung oder Umwandlung eines Videos
* '''Mikrofon''' – Aufnahme von Sprache und anderen Audiosignalen;
* Ausführen von Programmen
* '''Kamera oder Webcam''' – Aufnahme von Bildern und Videos;
* '''Sensoren''' – Erfassen beispielsweise Helligkeit, Bewegung, Temperatur oder Position.


=== Ausgabe ===
Auch eine Datei, die von einem Programm geöffnet wird, kann als Eingabe betrachtet werden.


Bei der Ausgabe werden die Ergebnisse der Verarbeitung sichtbar, hörbar oder anderweitig nutzbar gemacht.
=== Verarbeitung ===


Beispiele für Ausgabegeräte:
Die Verarbeitung findet im digitalen System statt. Bei einem Computer übernimmt der '''Prozessor (CPU)''' einen wesentlichen Teil dieser Arbeit. Er führt Programmbefehle aus und verarbeitet Daten.


* Monitor
Beispiele für Verarbeitung sind:
* Lautsprecher
* Drucker
* LEDs


Ein einfaches Beispiel: Man schreibt einen Text mit der Tastatur, der Computer verarbeitet die Eingabe im Textverarbeitungsprogramm und gibt das Ergebnis am Bildschirm oder über den Drucker aus.
* zwei Zahlen addieren;
* einen eingegebenen Text formatieren;
* ein Foto verkleinern;
* einen Suchbegriff mit gespeicherten Daten vergleichen;
* Musik oder Video wiedergeben;
* Daten sortieren oder filtern.


== Merksatz ==
Zur Verarbeitung arbeiten Prozessor, Arbeitsspeicher, Speicher und weitere Komponenten zusammen. Die Hardware stellt die technischen Möglichkeiten bereit; die Software legt fest, welche Arbeitsschritte ausgeführt werden.


Digitale Geräte arbeiten nach dem EVA-Prinzip:
=== Ausgabe ===


'''Eingabe → Verarbeitung → Ausgabe'''
Als Ausgabe bezeichnet man das Ergebnis einer Verarbeitung.


Der Mensch gibt etwas ein, der Computer verarbeitet die Daten und gibt ein Ergebnis aus.
Typische Ausgabegeräte sind:


== Beispiel aus dem Alltag ==
* '''Bildschirm''' – zeigt Texte, Bilder, Videos und Benutzeroberflächen an;
* '''Lautsprecher oder Kopfhörer''' – geben Töne und Sprache aus;
* '''Drucker''' – gibt digitale Inhalte auf Papier aus;
* '''LED oder Signalleuchte''' – zeigt einen Zustand des Geräts an;
* '''Vibrationsmotor''' – gibt eine fühlbare Rückmeldung.


Wenn ich auf einer Tastatur einen Text schreibe, ist das die Eingabe. Das Textverarbeitungsprogramm verarbeitet die Zeichen. Am Bildschirm sehe ich den fertigen Text als Ausgabe. Wenn ich ihn ausdrucke, ist auch der Ausdruck eine Ausgabe.
Eine Ausgabe muss nicht immer für Menschen bestimmt sein. Ein digitales Gerät kann ein Ergebnis auch als Daten an ein anderes Gerät oder Programm weitergeben.


== Analogien ==
== Beispiele aus dem Alltag ==


=== Analogie 1: Kochen nach Rezept ===
=== Text schreiben ===


Das EVA-Prinzip funktioniert ähnlich wie beim Kochen nach einem Rezept.
Beim Schreiben eines Textes mit einem Computer lässt sich das EVA-Prinzip direkt beobachten:


* '''Eingabe:''' Die Zutaten, das Rezept und die Arbeitsschritte werden bereitgestellt.
* '''Eingabe:''' Eine Taste wird gedrückt.
* '''Verarbeitung:''' Die Zutaten werden geschnitten, gemischt, gekocht oder gebacken.
* '''Verarbeitung:''' Das Programm verarbeitet das Tastatursignal und ordnet ihm ein Zeichen zu.
* '''Ausgabe:''' Am Ende entsteht das fertige Gericht.
* '''Ausgabe:''' Der Buchstabe erscheint auf dem Bildschirm.


'''Übertragung auf den Computer:''' Auch ein Computer bekommt zuerst Daten oder Befehle. Danach verarbeitet er diese Informationen und gibt ein Ergebnis aus.
Wird das Dokument gespeichert, werden die Daten zusätzlich auf einem Speichermedium abgelegt.


'''Beispiel:''' Man gibt Zahlen in einen Taschenrechner ein. Der Taschenrechner verarbeitet die Rechnung und zeigt das Ergebnis am Display an.
=== Smartphone-Foto ===


=== Analogie 2: Menschliches Gehirn ===
* '''Eingabe:''' Die Kamera erfasst Licht.
* '''Verarbeitung:''' Bildsensor und Software verarbeiten die aufgenommenen Daten.
* '''Ausgabe:''' Das Foto wird auf dem Display angezeigt und kann als Datei gespeichert werden.


Das EVA-Prinzip lässt sich auch mit dem menschlichen Körper vergleichen.
=== Geldautomat ===


* '''Eingabe:''' Die Sinnesorgane nehmen Informationen auf, zum Beispiel Sehen, Hören, Riechen oder Fühlen.
* '''Eingabe:''' Karte, PIN und gewünschter Betrag.
* '''Verarbeitung:''' Das Gehirn verarbeitet diese Informationen und trifft Entscheidungen.
* '''Verarbeitung:''' Das System prüft die Eingaben und führt die Transaktion nach festgelegten Regeln aus.
* '''Ausgabe:''' Der Mensch reagiert, zum Beispiel durch Sprechen, Bewegen oder Schreiben.
* '''Ausgabe:''' Bargeld, Bildschirmmeldung oder Beleg.


'''Übertragung auf den Computer:''' Die Eingabegeräte eines Computers funktionieren ähnlich wie Sinnesorgane. Die CPU verarbeitet die Informationen ähnlich wie das Gehirn. Monitor, Lautsprecher oder Drucker geben das Ergebnis wieder aus.
=== Suchmaschine ===


'''Beispiel:''' Ein Mensch sieht einen Ball auf sich zukommen. Das Gehirn verarbeitet diese Information. Danach hebt der Mensch die Hände, um den Ball zu fangen.
* '''Eingabe:''' Ein Suchbegriff wird eingegeben.
* '''Verarbeitung:''' Die Suchmaschine vergleicht die Anfrage mit ihrem Suchindex und bewertet passende Treffer.
* '''Ausgabe:''' Eine Trefferliste wird angezeigt.


=== Analogie 3: Geldautomat ===
== Eingabe und Ausgabe gleichzeitig ==


Auch ein Geldautomat arbeitet nach dem EVA-Prinzip.
Manche Geräte können sowohl Eingaben aufnehmen als auch Ausgaben darstellen. Ein '''Touchscreen''' zeigt beispielsweise Inhalte an und erkennt gleichzeitig Berührungen. Auch ein Headset kombiniert mit Kopfhörer und Mikrofon Ein- und Ausgabe in einem Gerät.


* '''Eingabe:''' Die Bankkarte wird eingesteckt, die PIN wird eingegeben und ein Betrag wird ausgewählt.
Deshalb ist bei der Zuordnung immer die jeweilige Funktion entscheidend.
* '''Verarbeitung:''' Der Geldautomat prüft die Karte, die PIN und den Kontostand.
* '''Ausgabe:''' Der Automat gibt Bargeld aus oder zeigt eine Meldung am Bildschirm an.


'''Übertragung auf den Computer:''' Der Geldautomat ist ein digitales System. Er nimmt Eingaben entgegen, verarbeitet sie nach festen Regeln und gibt anschließend ein Ergebnis aus.
== Zusammenhang mit Hardware und Software ==


'''Beispiel:''' Wenn die PIN richtig ist und genug Geld am Konto ist, gibt der Automat Bargeld aus. Wenn die PIN falsch ist, erscheint eine Fehlermeldung.
Das EVA-Prinzip funktioniert nur durch das Zusammenspiel verschiedener Komponenten:


== Übungen und Aufgaben ==
* Eingabegeräte liefern Daten;
* Prozessor und andere Hardware verarbeiten sie;
* Software bestimmt die Verarbeitungsschritte;
* Arbeitsspeicher hält aktuell benötigte Daten bereit;
* Speicherlaufwerke können Daten dauerhaft speichern;
* Ausgabegeräte stellen Ergebnisse dar.


=== Aufgabe 1: EVA im Klassenzimmer finden ===
Das EVA-Prinzip ist damit ein einfaches Modell, um das Zusammenwirken von [[DGB 1: Hardware|Hardware]] und Software zu verstehen.


Die Schülerinnen und Schüler suchen im Klassenzimmer oder in ihrem Alltag drei Geräte, die nach dem EVA-Prinzip funktionieren.
== Aufgaben für den Unterricht ==


Für jedes Gerät sollen sie notieren:
=== Aufgabe 1: Geräte zuordnen ===


* Welche Eingabe gibt es?
Ordne die folgenden Geräte den Bereichen Eingabe, Ausgabe oder Ein- und Ausgabe zu:
* Was wird verarbeitet?
* Welche Ausgabe entsteht?


'''Beispiel'''
Tastatur, Monitor, Touchscreen, Mikrofon, Drucker, Webcam, Headset, Maus.
 
{| class="wikitable"
|-
! Gerät
! Eingabe
! Verarbeitung
! Ausgabe
|-
| Smartphone
| Touch-Eingabe auf dem Bildschirm
| App verarbeitet die Eingabe
| Bild, Ton oder Nachricht erscheint
|}


'''Lerneffekt:''' Die Schülerinnen und Schüler wenden das EVA-Prinzip auf konkrete Alltagssituationen an und erkennen, dass es nicht nur bei klassischen Computern vorkommt.
'''Arbeitsauftrag:''' Erstelle eine Tabelle mit drei Spalten und begründe mindestens drei Zuordnungen in ganzen Sätzen.


=== Aufgabe 2: EVA-Karten sortieren ===
=== Aufgabe 2: Einen Ablauf beschreiben ===


Die Lehrkraft bereitet Karten mit Begriffen vor, zum Beispiel:
Wähle eine Alltagssituation, zum Beispiel:


* Tastatur
* ein Foto mit dem Smartphone aufnehmen;
* Maus
* einen Text schreiben;
* CPU
* Musik abspielen;
* Monitor
* eine Internetrecherche durchführen;
* Drucker
* einen Geldautomaten benutzen.
* Mikrofon
* Bildbearbeitung
* Berechnung
* Lautsprecher
* Webcam


Die Schülerinnen und Schüler ordnen die Karten den drei Bereichen zu:
'''Arbeitsauftrag:''' Beschreibe für dein Beispiel jeweils Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe.


* Eingabe
=== Aufgabe 3: EVA im Klassenraum ===
* Verarbeitung
* Ausgabe


Danach begründen sie ihre Zuordnung.
Sucht gemeinsam digitale Geräte im Klassenraum und überlegt, welche Eingaben sie erhalten, welche Verarbeitung stattfindet und welche Ausgaben entstehen.


'''Lerneffekt:''' Durch Sortieren, Vergleichen und Begründen wird das Verständnis gefestigt. Falsche Zuordnungen können gemeinsam besprochen und korrigiert werden.
'''Erwartetes Ergebnis:''' Für mindestens drei Geräte wird ein vollständiger EVA-Ablauf beschrieben.


=== Aufgabe 3: Vom Alltag zum Algorithmus ===
=== Aufgabe 4: Fehler im Ablauf ===


Die Schülerinnen und Schüler beschreiben einen einfachen Vorgang nach dem EVA-Prinzip.
Ein Schüler drückt eine Taste, aber auf dem Bildschirm erscheint nichts.


'''Mögliche Beispiele'''
'''Arbeitsauftrag:''' Überlege mehrere mögliche Ursachen. Kann der Fehler bei der Eingabe, bei der Verarbeitung oder bei der Ausgabe liegen? Begründe deine Vermutungen.


* Foto mit dem Smartphone machen
== Selbstcheck ==
* Nachricht verschicken
* Musik über einen Lautsprecher abspielen
* Suchbegriff bei einer Suchmaschine eingeben
* Text schreiben und ausdrucken


'''Arbeitsauftrag'''
* Ich kann das EVA-Prinzip in eigenen Worten erklären.
* Ich kann Eingabe- und Ausgabegeräte unterscheiden.
* Ich kann die Aufgabe des Prozessors vereinfacht beschreiben.
* Ich kann bei einem digitalen Gerät Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe bestimmen.
* Ich kann erklären, warum Hardware und Software zusammenarbeiten müssen.


# Wähle ein Beispiel aus.
== Siehe auch ==
# Beschreibe die Eingabe.
# Beschreibe die Verarbeitung.
# Beschreibe die Ausgabe.
# Erkläre anschließend deinem Sitznachbarn dein Beispiel.


'''Lerneffekt:''' Die Schülerinnen und Schüler müssen das Prinzip nicht nur erkennen, sondern selbst erklären. Dadurch wird das Wissen aktiv abgerufen und sprachlich gefestigt.
* [[DGB 1: Hardware|Physische Komponenten von Computersystemen]]
* [[DGB 1: Daten speichern verwalten verändern|Daten speichern und verwalten]]
* [[DGB 1: Algorithmen|Handlungsanleitungen und Algorithmen]]
* [[DGB 1: Analog vs. Digital|Analog vs. Digital]]


[[Kategorie:Digitale Grundbildung 1. Klasse]]
[[Kategorie:Digitale Grundbildung]]
[[Kategorie:DGB 1]]

Aktuelle Version vom 10. September 2026, 15:14 Uhr

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Das EVA-Prinzip beschreibt ein grundlegendes Modell der Informationsverarbeitung: Ein digitales System erhält eine Eingabe, verarbeitet diese und erzeugt daraus eine Ausgabe. Das Prinzip lässt sich bei Computern, Smartphones, Tablets und vielen anderen digitalen Geräten beobachten.

Lehrplanbezug

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Bereich Zuordnung
Kompetenzbereich Orientierung
Perspektive Technisch-mediale Perspektive (T)
Schwerpunkt Aufbau und Funktionsweise digitaler Endgeräte
Kompetenz Das Prinzip von Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe an Bestandteilen und Funktionen eines digitalen Geräts erklären.

Lernziele

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Die Schülerinnen und Schüler können:

  • die Begriffe Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe erklären;
  • typische Eingabe- und Ausgabegeräte unterscheiden;
  • den Prozessor als zentrale Verarbeitungskomponente eines Computers beschreiben;
  • an einfachen Beispielen den Weg von einer Eingabe bis zur Ausgabe nachvollziehen;
  • das EVA-Prinzip auf unterschiedliche digitale Geräte und Alltagssituationen übertragen;
  • erkennen, dass mehrere Hardware- und Softwarekomponenten zusammenarbeiten müssen.

Lerninhalte

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Grundprinzip

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Ein digitales Gerät verarbeitet Informationen in mehreren Schritten. Vereinfacht lässt sich dieser Ablauf als EVA-Prinzip darstellen:

  1. Eingabe (E): Daten oder Befehle gelangen in das System.
  2. Verarbeitung (V): Das System verarbeitet die Eingabe nach festgelegten Regeln oder Programmen.
  3. Ausgabe (A): Das Ergebnis wird ausgegeben oder an ein anderes System weitergegeben.

Ein Computer „versteht“ eine Eingabe nicht wie ein Mensch. Er verarbeitet Daten entsprechend den Anweisungen seiner Software. Welche Verarbeitung stattfindet, hängt daher vom verwendeten Programm und von der jeweiligen Aufgabe ab.

Eingabe

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Als Eingabe bezeichnet man Informationen oder Befehle, die einem digitalen System zur Verfügung gestellt werden.

Typische Eingabegeräte sind:

  • Tastatur – Eingabe von Buchstaben, Zahlen und Befehlen;
  • Maus oder Touchpad – Auswahl und Steuerung von Elementen auf dem Bildschirm;
  • Touchscreen – Eingabe durch Berührung;
  • Mikrofon – Aufnahme von Sprache und anderen Audiosignalen;
  • Kamera oder Webcam – Aufnahme von Bildern und Videos;
  • Sensoren – Erfassen beispielsweise Helligkeit, Bewegung, Temperatur oder Position.

Auch eine Datei, die von einem Programm geöffnet wird, kann als Eingabe betrachtet werden.

Verarbeitung

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Die Verarbeitung findet im digitalen System statt. Bei einem Computer übernimmt der Prozessor (CPU) einen wesentlichen Teil dieser Arbeit. Er führt Programmbefehle aus und verarbeitet Daten.

Beispiele für Verarbeitung sind:

  • zwei Zahlen addieren;
  • einen eingegebenen Text formatieren;
  • ein Foto verkleinern;
  • einen Suchbegriff mit gespeicherten Daten vergleichen;
  • Musik oder Video wiedergeben;
  • Daten sortieren oder filtern.

Zur Verarbeitung arbeiten Prozessor, Arbeitsspeicher, Speicher und weitere Komponenten zusammen. Die Hardware stellt die technischen Möglichkeiten bereit; die Software legt fest, welche Arbeitsschritte ausgeführt werden.

Ausgabe

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Als Ausgabe bezeichnet man das Ergebnis einer Verarbeitung.

Typische Ausgabegeräte sind:

  • Bildschirm – zeigt Texte, Bilder, Videos und Benutzeroberflächen an;
  • Lautsprecher oder Kopfhörer – geben Töne und Sprache aus;
  • Drucker – gibt digitale Inhalte auf Papier aus;
  • LED oder Signalleuchte – zeigt einen Zustand des Geräts an;
  • Vibrationsmotor – gibt eine fühlbare Rückmeldung.

Eine Ausgabe muss nicht immer für Menschen bestimmt sein. Ein digitales Gerät kann ein Ergebnis auch als Daten an ein anderes Gerät oder Programm weitergeben.

Beispiele aus dem Alltag

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Text schreiben

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Beim Schreiben eines Textes mit einem Computer lässt sich das EVA-Prinzip direkt beobachten:

  • Eingabe: Eine Taste wird gedrückt.
  • Verarbeitung: Das Programm verarbeitet das Tastatursignal und ordnet ihm ein Zeichen zu.
  • Ausgabe: Der Buchstabe erscheint auf dem Bildschirm.

Wird das Dokument gespeichert, werden die Daten zusätzlich auf einem Speichermedium abgelegt.

Smartphone-Foto

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  • Eingabe: Die Kamera erfasst Licht.
  • Verarbeitung: Bildsensor und Software verarbeiten die aufgenommenen Daten.
  • Ausgabe: Das Foto wird auf dem Display angezeigt und kann als Datei gespeichert werden.

Geldautomat

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  • Eingabe: Karte, PIN und gewünschter Betrag.
  • Verarbeitung: Das System prüft die Eingaben und führt die Transaktion nach festgelegten Regeln aus.
  • Ausgabe: Bargeld, Bildschirmmeldung oder Beleg.

Suchmaschine

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  • Eingabe: Ein Suchbegriff wird eingegeben.
  • Verarbeitung: Die Suchmaschine vergleicht die Anfrage mit ihrem Suchindex und bewertet passende Treffer.
  • Ausgabe: Eine Trefferliste wird angezeigt.

Eingabe und Ausgabe gleichzeitig

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Manche Geräte können sowohl Eingaben aufnehmen als auch Ausgaben darstellen. Ein Touchscreen zeigt beispielsweise Inhalte an und erkennt gleichzeitig Berührungen. Auch ein Headset kombiniert mit Kopfhörer und Mikrofon Ein- und Ausgabe in einem Gerät.

Deshalb ist bei der Zuordnung immer die jeweilige Funktion entscheidend.

Zusammenhang mit Hardware und Software

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Das EVA-Prinzip funktioniert nur durch das Zusammenspiel verschiedener Komponenten:

  • Eingabegeräte liefern Daten;
  • Prozessor und andere Hardware verarbeiten sie;
  • Software bestimmt die Verarbeitungsschritte;
  • Arbeitsspeicher hält aktuell benötigte Daten bereit;
  • Speicherlaufwerke können Daten dauerhaft speichern;
  • Ausgabegeräte stellen Ergebnisse dar.

Das EVA-Prinzip ist damit ein einfaches Modell, um das Zusammenwirken von Hardware und Software zu verstehen.

Aufgaben für den Unterricht

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Aufgabe 1: Geräte zuordnen

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Ordne die folgenden Geräte den Bereichen Eingabe, Ausgabe oder Ein- und Ausgabe zu:

Tastatur, Monitor, Touchscreen, Mikrofon, Drucker, Webcam, Headset, Maus.

Arbeitsauftrag: Erstelle eine Tabelle mit drei Spalten und begründe mindestens drei Zuordnungen in ganzen Sätzen.

Aufgabe 2: Einen Ablauf beschreiben

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Wähle eine Alltagssituation, zum Beispiel:

  • ein Foto mit dem Smartphone aufnehmen;
  • einen Text schreiben;
  • Musik abspielen;
  • eine Internetrecherche durchführen;
  • einen Geldautomaten benutzen.

Arbeitsauftrag: Beschreibe für dein Beispiel jeweils Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe.

Aufgabe 3: EVA im Klassenraum

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Sucht gemeinsam digitale Geräte im Klassenraum und überlegt, welche Eingaben sie erhalten, welche Verarbeitung stattfindet und welche Ausgaben entstehen.

Erwartetes Ergebnis: Für mindestens drei Geräte wird ein vollständiger EVA-Ablauf beschrieben.

Aufgabe 4: Fehler im Ablauf

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Ein Schüler drückt eine Taste, aber auf dem Bildschirm erscheint nichts.

Arbeitsauftrag: Überlege mehrere mögliche Ursachen. Kann der Fehler bei der Eingabe, bei der Verarbeitung oder bei der Ausgabe liegen? Begründe deine Vermutungen.

Selbstcheck

[Bearbeiten]
  • Ich kann das EVA-Prinzip in eigenen Worten erklären.
  • Ich kann Eingabe- und Ausgabegeräte unterscheiden.
  • Ich kann die Aufgabe des Prozessors vereinfacht beschreiben.
  • Ich kann bei einem digitalen Gerät Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe bestimmen.
  • Ich kann erklären, warum Hardware und Software zusammenarbeiten müssen.

Siehe auch

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