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DGB 2: Visuelle Audiovisuelle Auditive Inhalte: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 10. September 2026, 16:49 Uhr

← Digitale Grundbildung 2. Klasse

Digitale Medien können visuell (Bild, Grafik), auditiv (Ton, Sprache, Musik) oder audiovisuell (Bild und Ton gemeinsam) gestaltet sein. Medienkompetenz umfasst nicht nur das Konsumieren, sondern auch das Planen, Erzeugen, Bearbeiten, Analysieren und verantwortungsvolle Veröffentlichen eigener Inhalte.

Lehrplanbezug

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Bereich Zuordnung
Kompetenzbereich Produktion
Perspektiven G, I
Schwerpunkt Visuelle, audiovisuelle und auditive Inhalte
Kompetenz Unterschiedliche Medienformen zielgerichtet erzeugen, adaptieren und analysieren sowie Gestaltung, Technik, Zugänglichkeit, Quellen und Veröffentlichungsbedingungen berücksichtigen.

Lernziele

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Die Schülerinnen und Schüler können:

  • visuelle, auditive und audiovisuelle Medien unterscheiden;
  • für eine Botschaft eine passende Medienform auswählen;
  • Bildausschnitt, Perspektive, Farbe, Schrift und Kontrast als visuelle Gestaltungsmittel erklären;
  • Aufnahmepegel, Sprache, Geräusch und Musik als auditive Gestaltungsmittel einordnen;
  • Schnitt, Reihenfolge, Übergang und Zusammenspiel von Bild und Ton in Videos erkennen;
  • einfache Bilder, Audioaufnahmen und Videos mit geeigneter Software erstellen und bearbeiten;
  • Dateiformat, Dateigröße und Qualität für einen Verwendungszweck abwägen;
  • Untertitel, verständliche Sprache und alternative Beschreibungen als Zugänglichkeitsmaßnahmen nutzen;
  • Quellen, Lizenzen, Recht am eigenen Bild und Privatsphäre vor einer Veröffentlichung beachten;
  • Medienprodukte nach Zielgruppe, Verständlichkeit, Wirkung und technischer Qualität analysieren;
  • Feedback aufnehmen und ein Medienprodukt gezielt überarbeiten;
  • einen kleinen Produktionsprozess planen und dokumentieren.

Lerninhalte

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Visuelle Inhalte

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Fotos, Zeichnungen, Diagramme, Infografiken und Poster vermitteln Informationen über Form, Farbe, Position, Schrift und Bildauswahl. Schon der Bildausschnitt beeinflusst, was sichtbar oder unsichtbar bleibt.

Bei einer Bearbeitung sollte ein Bild nicht nur dekorativ wirken, sondern eine Aufgabe erfüllen: erklären, dokumentieren, vergleichen oder Aufmerksamkeit lenken.

Auditive Inhalte

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Sprache, Geräusche und Musik erzeugen Bedeutung ohne sichtbares Bild. Für verständliche Audioaufnahmen sind ruhige Umgebung, geeigneter Mikrofonabstand und ein brauchbarer Aufnahmepegel wichtig.

In der Bearbeitung können Versprecher entfernt, Lautstärken angepasst und Anfang bzw. Ende geschnitten werden. Musik darf Sprache nicht unverständlich machen.

Audiovisuelle Inhalte

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Video kombiniert Bild, Bewegung, Ton, Text und Schnitt. Planung ist besonders wichtig, weil viele Elemente zusammenspielen. Ein einfaches Storyboard oder eine Szenenliste kann vor der Aufnahme festlegen, was gezeigt und gesagt werden soll.

Beim Schnitt wird Material ausgewählt und in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht.

Werkzeuge und Dateiformate

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Je nach Aufgabe kommen Kamera-App, Bildbearbeitung, Audioeditor, Videoschnitt oder Präsentationssoftware zum Einsatz. Programme können installiert oder webbasiert sein.

Für Bilder sind PNG und JPG verbreitet; für Audio und Video existieren unterschiedliche Formate und Kompressionsverfahren. Höhere Qualität benötigt häufig mehr Speicher. Das endgültige Format muss zum Zielgerät und Veröffentlichungsweg passen.

Gestaltung und Wirkung analysieren

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Farbe, Musik, Schnittgeschwindigkeit, Perspektive und Sprecherstimme beeinflussen Stimmung und Aufmerksamkeit. Eine Analyse benennt daher nicht nur den Inhalt, sondern auch die eingesetzten Gestaltungsmittel.

Ein Medienprodukt kann technisch sauber sein und dennoch eine irreführende Wirkung erzeugen. Inhaltliche Fairness bleibt Teil der Qualitätsprüfung.

Zugängliche Medien

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Untertitel machen gesprochene Inhalte auch ohne Ton verständlich. Gute Kontraste und ausreichend große Schrift verbessern Lesbarkeit. Wichtige Informationen sollten nicht ausschließlich über Farbe vermittelt werden.

Bei Bildern kann eine kurze Beschreibung sinnvoll sein, wenn ein System Alternativtexte unterstützt.

Rechte und Veröffentlichung

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Vor einer Veröffentlichung müssen Quellen und Lizenzen fremder Bestandteile sowie Privatsphäre und Rechte abgebildeter Personen bedacht werden. Persönliche Daten oder fremde Fotos sollten nicht unüberlegt öffentlich gemacht werden.

Auch der Veröffentlichungsort ist eine Gestaltungsentscheidung: Klassenplattform, Schulwebsite und öffentliche Plattform haben unterschiedliche Reichweite.

Produktionsprozess

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Ein überschaubarer Prozess lautet: Ziel und Zielgruppe festlegen, Inhalt planen, Material erstellen, bearbeiten, prüfen, Feedback einholen, verbessern und erst danach veröffentlichen bzw. abgeben.

So wird Medienproduktion zu einem nachvollziehbaren Arbeitsprozess statt zu spontanem Ausprobieren.

Aufgaben für den Unterricht

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Medienformen vergleichen

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Ein Inhalt wird in verschiedenen Formen betrachtet.

Arbeitsauftrag: Entscheide für fünf Botschaften, ob Text/Bild, Audio oder Video besonders geeignet ist, und begründe.

Erwartetes Ergebnis: Zielbezogene Medienwahl.

Digitales Poster erstellen

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Visuelle Gestaltung wird praktisch umgesetzt.

Arbeitsauftrag: Erstelle ein sachliches digitales Poster mit klarer Überschrift, gutem Kontrast, einem passenden Bild und Quellenangabe.

Erwartetes Ergebnis: Lesbares, quellenbewusstes Poster.

Kurze Audioaufnahme produzieren

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Auditive Gestaltung wird erprobt.

Arbeitsauftrag: Plane einen 30–60-Sekunden-Erklärtext, nimm ihn auf und schneide Anfang, Ende sowie störende Pausen sinnvoll.

Erwartetes Ergebnis: Verständliche Audiofassung.

Mini-Video planen und schneiden

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Audiovisuelle Produktion wird in kleinen Schritten durchgeführt.

Arbeitsauftrag: Erstelle Storyboard, zwei bis vier kurze Szenen und einen einfachen Schnitt. Ergänze bei Sprache Untertitel.

Erwartetes Ergebnis: Kurzes, strukturiertes Video.

Wirkung analysieren

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Zwei Varianten desselben Materials werden verglichen.

Arbeitsauftrag: Untersuche Bildausschnitt, Farbe, Musik, Stimme und Schnitt und erkläre, wodurch sich die Wirkung verändert.

Erwartetes Ergebnis: Fachsprachliche Medienanalyse.

Barrierefreiheit verbessern

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Ein vorhandenes Medienprodukt enthält Zugänglichkeitsprobleme.

Arbeitsauftrag: Verbessere Schrift, Kontrast, Untertitel bzw. Beschreibung und begründe die Änderungen.

Erwartetes Ergebnis: Barriereärmere Version.

Veröffentlichung prüfen

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Ein fertiges Medienprodukt steht vor der Veröffentlichung.

Arbeitsauftrag: Prüfe Quellen, Lizenzen, Personenbezug, Zielgruppe, Reichweite und Dateiformat mit einer Checkliste.

Erwartetes Ergebnis: Freigabefähiges Produkt oder begründete Korrekturliste.

Feedback und Überarbeitung

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Medienprodukte werden gegenseitig geprüft.

Arbeitsauftrag: Gib zwei konkrete Stärken und zwei konkrete Verbesserungsvorschläge; überarbeite danach mindestens einen Aspekt.

Erwartetes Ergebnis: Dokumentierte Qualitätsverbesserung.

Selbstcheck

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  • Ich kann visuelle, auditive und audiovisuelle Medien unterscheiden.
  • Ich kann einfache Medien mit geeigneter Software erzeugen und bearbeiten.
  • Ich erkenne Gestaltungsmittel und ihre Wirkung.
  • Ich berücksichtige Zugänglichkeit.
  • Ich prüfe Quellen, Rechte und Privatsphäre vor einer Veröffentlichung.
  • Ich kann Feedback zur gezielten Überarbeitung nutzen.

Siehe auch

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