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DGB 2: Software fuer unterschiedliche Aufgaben: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Auswahl und Nutzung passender Software unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, digitale Werkzeuge zielgerichtet einzusetzen, Alternativen zu vergleichen, freie Software kennenzulernen und begründet zu entscheiden, welches Programm für eine konkrete Aufgabe besonders geeignet ist.
Für dieselbe Aufgabe gibt es oft mehrere Programme. Gute Anwendungskompetenz bedeutet deshalb nicht, nur ein bestimmtes Produkt bedienen zu können, sondern '''Software passend zur Aufgabe auszuwählen''', Dateiformate zu verstehen, Einstellungen und Hilfefunktionen zu nutzen und zwischen installierter, webbasierter, freier und proprietärer Software zu unterscheiden.


== 3.1 Lernziele ==
== Lehrplanbezug ==
 
{| class="wikitable"
! Bereich
! Zuordnung
|-
| '''Kompetenzbereich'''
| Handeln
|-
| '''Schwerpunkt'''
| Software – auch freie Software – für unterschiedliche Aufgaben
|-
| '''Kompetenz'''
| Digitale Werkzeuge nach Aufgabe, Funktionen, Bedienbarkeit, Kosten, Datenschutz und Kompatibilität auswählen, praktisch erproben und begründet bewerten.
|}
 
== Lernziele ==


Die Schülerinnen und Schüler können:
Die Schülerinnen und Schüler können:


* erklären, was unter Software verstanden wird und welche Aufgaben unterschiedliche Programme erfüllen.
* Software, Betriebssystem, Anwendung und Webdienst grundsätzlich unterscheiden;
* zwischen Systemsoftware, Anwendungssoftware und webbasierten Diensten unterscheiden.
* Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Grafik, Browser, Kommunikation und Programmierumgebung passenden Aufgaben zuordnen;
* passende Software für konkrete Aufgaben wie Schreiben, Rechnen, Präsentieren, Zeichnen, Kommunizieren oder Programmieren auswählen.
* installierte und webbasierte Anwendungen unterscheiden;
* wichtige Auswahlkriterien wie Funktionsumfang, Bedienbarkeit, Kosten, Datenschutz, Kompatibilität und Sprachversion benennen.
* freie bzw. Open-Source-Software und proprietäre Software grundlegend vergleichen;
* erklären, was freie Software ist und welche Vor- und Nachteile sie im Vergleich zu proprietärer Software haben kann.
* Funktionsumfang, Bedienbarkeit, Kosten, Datenschutz, Kompatibilität und Sprache als Auswahlkriterien verwenden;
* Programme sicher starten, grundlegende Funktionen nutzen und Ergebnisse speichern, öffnen und weiterverarbeiten.
* Word/Writer, Excel/Calc und PowerPoint/Impress in ihren Grundaufgaben unterscheiden;
* Dateiformate unterscheiden und beurteilen, welches Format für eine bestimmte Aufgabe geeignet ist.
* Dateiformate wie DOCX, ODT, XLSX, ODS, PPTX, ODP, PDF, PNG und JPG passend einsetzen;
* Softwareoberflächen erkunden und Hilfefunktionen, Menüs, Werkzeuge und Einstellungen gezielt nutzen.
* Dateien speichern, öffnen, exportieren und in geeigneten Formaten weitergeben;
* einfache Probleme bei der Bedienung erkennen und mithilfe von Hinweisen, Hilfesystemen oder Tutorials lösen.
* Menüs, Einstellungen, Hilfefunktionen und Tastenkombinationen zur Problemlösung nutzen;
* die Eignung von Software für schulische, private und kreative Aufgaben begründet bewerten.
* Software für Einzel- und Gruppenarbeit begründet auswählen.
 
== Lerninhalte ==
 
=== Was ist Software? ===
 
'''Software''' umfasst Programme und Anwendungen, die digitale Geräte nutzbar machen. Das Betriebssystem verwaltet grundlegende Gerätefunktionen; Anwendungssoftware löst konkrete Aufgaben wie Schreiben, Rechnen, Präsentieren, Zeichnen oder Kommunizieren.


== 3.2 Lerninhalte ==
Webbasierte Anwendungen laufen überwiegend im Browser und speichern Daten häufig auf Servern. Installierte Programme befinden sich lokal auf einem Gerät. Beide Modelle haben Vor- und Nachteile.


Die Auseinandersetzung mit Softwarearten, Auswahlkriterien und Bedienmöglichkeiten hilft den Schülerinnen und Schülern, digitale Werkzeuge nicht zufällig zu verwenden, sondern sie passend zur Aufgabe, zur Zielsetzung und zu den eigenen Anforderungen bewusst einzusetzen.
=== Das passende Werkzeug wählen ===


'''Software'''<br />
Für einen Bericht eignet sich eine Textverarbeitung, für Berechnungen und Datenauswertung eine Tabellenkalkulation, für einen Vortrag ein Präsentationsprogramm. Ein Grafikprogramm ist für Bildgestaltung besser geeignet als eine Tabellenkalkulation.
ist der Sammelbegriff für Programme und Anwendungen, die auf digitalen Geräten


bestimmte Aufgaben ermöglichen. Dazu gehören Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsprogramme, Bildbearbeitung, Audioaufnahme, Videobearbeitung, Browser, Lernsoftware, Kommunikationsprogramme oder Programmierumgebungen. Für viele Aufgaben
Die Frage lautet daher nicht „Welches Programm kenne ich?“, sondern „Welche Aufgabe soll gelöst werden und welche Funktionen brauche ich dafür?“


gibt es mehrere geeignete Lösungen, die sich in Preis, Funktionsumfang, Bedienung und Datenschutz unterscheiden können. Ein zentrales Lernfeld ist die Frage, welche Software für welche Aufgabe passend ist. Für das Schreiben eines Berichts eignet sich ein Textverarbeitungsprogramm besser als ein Präsentationstool. Für das Erstellen einer Rechnung oder das Auswerten von Messdaten ist eine Tabellenkalkulation sinnvoll. Für ein Referat mit Bildern und Stichwörtern bietet sich ein Präsentationsprogramm an. Für das Zeichnen eines Logos oder Posters ist eher ein Grafikprogramm geeignet.
=== Word/Writer, Excel/Calc und PowerPoint/Impress ===


Für Tonaufnahmen, Interviews oder Podcasts wird eine Audioanwendung benötigt. Diese Zuordnung stärkt das Verständnis dafür, dass digitale Werkzeuge auf bestimmte Zwecke hin entwickelt wurden.
'''Word bzw. Writer''' strukturieren längere Texte mit Überschriften, Absätzen, Listen, Tabellen und Bildern. '''Excel bzw. Calc''' organisieren Daten in Zellen und ermöglichen Formeln, Sortierung, Filter und Diagramme. '''PowerPoint bzw. Impress''' unterstützt Vorträge durch Folien, Bilder, Diagramme und knappe Kernaussagen.


'''Softwarearten'''<br />
Die Programme überschneiden sich teilweise. Trotzdem hat jedes Werkzeug einen typischen Schwerpunkt.
Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Grafikprogramm, Browser,


Lernsoftware Aufgabenbereiche schreiben, rechnen, gestalten, recherchieren, kommunizieren, programmieren Ein wichtiger Inhalt ist die Unterscheidung zwischen installierter Software und webbasierten Anwendungen. Manche Programme werden auf dem Gerät installiert und können oft auch ohne Internet genutzt werden. Andere laufen direkt im Browser und benötigen meist eine Internetverbindung. Beide Formen haben Vor- und Nachteile. Installierte Programme bieten teilweise mehr Funktionen oder bessere Leistung, während Webanwendungen oft einfacher zugänglich sind und gemeinsames Arbeiten erleichtern.
=== Freie und proprietäre Software ===


Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass die Wahl auch von Gerät, Verbindung und Einsatzsituation abhängt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf freier Software. Freie Software darf genutzt, untersucht, verändert und weitergegeben werden, wenn die jeweilige Lizenz dies erlaubt. Im Unterricht können etwa LibreOffice als Office-Paket, GIMP zur Bildbearbeitung, Inkscape für Vektorgrafiken, Audacity für Audio, VLC für Medienwiedergabe oder Scratch für erste Programmiererfahrungen thematisiert werden.
Bei '''freier bzw. Open-Source-Software''' sind je nach Lizenz Nutzung, Untersuchung, Veränderung und Weitergabe des Quellcodes erlaubt. Proprietäre Software wird unter Bedingungen des jeweiligen Rechteinhabers genutzt und der Quellcode ist üblicherweise nicht frei verfügbar.


Freie Software ist oft kostenlos und kann auf vielen Geräten eingesetzt werden, hat aber je nach Produkt unterschiedliche Oberflächen, Unterstützungssysteme oder Spezialfunktionen. Diese Gegenüberstellung fördert eine differenzierte Bewertung statt einer vorschnellen Gleichsetzung von kostenlos mit besser oder schlechter. Freie Software LibreOffice, GIMP, Inkscape, Audacity, VLC, Scratch Vergleichskriterien Kosten, Funktionen, Datenschutz, Bedienung, Werbung, Lizenz Zur Auswahl geeigneter Software gehören klare Kriterien. Zunächst muss gefragt werden, welche Aufgabe gelöst werden soll.
„Kostenlos“ und „freie Software“ sind nicht dasselbe. Ein kostenlos nutzbarer Dienst kann proprietär sein; Open-Source-Software kann mit kostenpflichtigen Dienstleistungen verbunden sein.


Danach spielen Bedienbarkeit, Übersichtlichkeit und Sprache eine Rolle. Ebenso wichtig sind Kompatibilität mit vorhandenen Geräten, Unterstützung gängiger Dateiformate, Speicherbedarf, Offline-Nutzung, Barrierefreiheit und Datenschutz. Bei schulischen Anwendungen kann auch entscheidend sein, ob Dateien leicht mit anderen geteilt werden können oder ob Gruppenarbeit unterstützt wird. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Software nicht nach Beliebtheit allein auszuwählen, sondern nach Eignung. Die Bedienung von Software umfasst grundlegende Arbeitsschritte, die in vielen Programmen ähnlich sind.
=== Dateiformate und Kompatibilität ===


Dazu gehören Programm öffnen, neues Dokument anlegen, Inhalte eingeben,
Dateiformate bestimmen, wie Daten gespeichert sind und welche Programme sie öffnen können. Native Formate wie DOCX/ODT, XLSX/ODS oder PPTX/ODP eignen sich zum Weiterbearbeiten. '''PDF''' ist häufig für eine fertige, möglichst layoutstabile Ausgabe sinnvoll. PNG und JPG sind Bildformate mit unterschiedlichen Eigenschaften.


Werkzeuge auswählen, Änderungen speichern, Dateien wiederfinden, exportieren, drucken oder teilen. Auch das Erkennen typischer Symbole wie Speichern, Rückgängig, Öffnen, Suchen oder Teilen gehört dazu. Solche übertragbaren Bedienmuster sind bedeutsam, weil sie den Wechsel zwischen unterschiedlichen Programmen erleichtern und Sicherheit im Umgang mit neuen Oberflächen schaffen. Ein weiterer wichtiger Lerninhalt sind Dateiformate. Texte können etwa als DOCX, ODT oder PDF gespeichert werden, Bilder als JPG, PNG oder SVG, Audiodateien als MP3 oder WAV, Präsentationen als PPTX oder ODP. Nicht jedes Format eignet sich für jede Situation.
Vor der Abgabe oder gemeinsamen Bearbeitung muss geprüft werden, welches Format benötigt wird und ob es auf den Zielgeräten funktioniert.


Ein bearbeitbares Textdokument ist für die Weiterarbeit sinnvoll, ein PDF eher für die feste Weitergabe. Ein PNG eignet sich gut für Grafiken mit Transparenz, ein JPG eher für Fotos. Diese Unterschiede helfen dabei, Arbeitsprozesse fachgerecht zu planen und Ergebnisse passend zu sichern.
=== Einstellungen und Hilfefunktionen ===


'''Dateiformate'''<br />
Gute Nutzerinnen und Nutzer erkunden Menüs, Suchfelder, Einstellungen und integrierte Hilfen. Dazu gehören Sprache, automatische Speicherung, Rechtschreibprüfung, Zoom, Barrierefreiheitsoptionen, Standarddateiformate und Freigaben.
DOCX, ODT, PDF, JPG, PNG, MP3


Grundfunktionen öffnen, speichern, exportieren, drucken, teilen, suchen Auch Hilfesysteme und Problemlösestrategien gehören zur Softwarekompetenz. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Menüs zu erkunden, Tooltips zu lesen, Hilfefunktionen zu nutzen, Einstellungen zu prüfen und gezielt nach Lösungen zu suchen. Wenn zum Beispiel ein Bild nicht eingefügt werden kann, eine Datei nicht gefunden wird oder ein Format nicht geöffnet werden kann, helfen systematisches Ausprobieren, verständige Fehlersuche und die Nutzung digitaler Unterstützung. Diese Fähigkeiten fördern selbstständiges Arbeiten und reduzieren Abhängigkeit von direkter Anleitung.
Bei unbekannten Funktionen ist systematisches Nachschlagen meist effizienter als wahlloses Klicken.


Praktische Beispiele machen die Auswahl von Software besonders anschaulich. Für eine Klassenzeitung kann ein Textverarbeitungsprogramm mit Bildfunktion genutzt werden. Für ein Budget im Mathematikunterricht eignet sich eine Tabellenkalkulation. Für ein Referat in Geschichte oder Biologie ist ein Präsentationstool passend. Für ein Lernvideo braucht man ein einfaches Videobearbeitungsprogramm. Für ein Logo in Kunst kann eine Zeichen- oder Vektorsoftware eingesetzt werden. Für kollaboratives Arbeiten an einem Dokument eignen sich webbasierte Office-Werkzeuge.
=== Software für Zusammenarbeit ===


Durch solche Kontexte wird deutlich, dass Softwarewahl immer auf eine konkrete Handlungssituation bezogen ist. Ein vertiefender Aspekt ist die Abwägung zwischen Komfort und Verantwortung. Manche Programme sind sehr einfach zu bedienen, sammeln aber viele Daten oder zeigen Werbung. Andere Programme sind datensparsamer oder frei verfügbar, erfordern aber mehr Einarbeitung. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, diese Unterschiede wahrzunehmen und zu begründen, warum eine bestimmte Software aus fachlichen, praktischen oder ethischen Gründen bevorzugt werden kann. So verbindet sich technisches Handeln mit reflektierter Mediennutzung.
Cloudbasierte Dokumente können gleichzeitiges Bearbeiten, Kommentare und Versionsverläufe ermöglichen. Vor der Nutzung sollten Zugriffsrechte und Datenschutz bedacht werden.


Unterrichtsbeispiele Klassenzeitung, Budgetplan, Referat, Lernvideo, Podcast, Logo Auswahlfragen Wozu dient es, Was kostet es, Was speichert es, Was kann es Schließlich ist es wichtig, Software nicht nur zu bedienen, sondern ihre Eignung zu bewerten. Ein Programm kann viele Funktionen besitzen, aber für jüngere Lernende zu kompliziert sein. Ein anderes ist leicht verständlich, aber nur für einfache Aufgaben geeignet. Eine gute Auswahl berücksichtigt deshalb nicht nur technische Möglichkeiten, sondern auch Alter, Vorwissen, Ziel
Für Gruppenarbeit ist daher nicht nur die Funktion „gemeinsam bearbeiten“ relevant, sondern auch, wer Zugriff erhält, wo Daten gespeichert werden und wie Änderungen nachvollzogen werden.


der Aufgabe und Rahmenbedingungen. Diese Bewertungskompetenz ist im Alltag ebenso bedeutsam wie im schulischen Lernen. Bewertungspunkte Eignung, Einfachheit, Sicherheit, Zusammenarbeit, Verständlichkeit, Flexibilität
== Aufgaben für den Unterricht ==


=== Weiterführende Links ===
=== Software passend zur Aufgabe auswählen ===


* libreoffice.org
Mehrere schulische Aufgaben werden verschiedenen Programmkategorien zugeordnet.
* gimp.org
* inkscape.org
* audacityteam.org
* scratch.mit.edu
* saferinternet.at


== 3.3 Aufgaben für den Unterricht ==
'''Arbeitsauftrag:''' Wähle für Bericht, Kostenrechnung, Referat, Fotobearbeitung und Programmieraufgabe je ein geeignetes Werkzeug und begründe die Wahl mit Funktionen.


=== 3.3.1 Software passend zur Aufgabe auswählen ===
'''Erwartetes Ergebnis:''' Begründete Softwareauswahl.


Die gezielte Auswahl geeigneter Programme für konkrete Arbeitssituationen stärkt das Verständnis dafür, dass nicht jede Software für jede Aufgabe gleich gut geeignet ist und Auswahlentscheidungen anhand nachvollziehbarer Kriterien getroffen werden sollten. Die Schülerinnen und Schüler erhalten verschiedene Alltagssituationen, etwa das Schreiben eines Berichts, das Erstellen eines Budgets, das Gestalten eines Plakats, das Schneiden eines Videos oder das gemeinsame Bearbeiten eines Dokuments. Zu jeder Situation vergleichen sie mehrere Programme oder Programmkategorien und entscheiden, welche Software am besten passt.
=== Freie und proprietäre Software vergleichen ===


Dabei begründen sie ihre Wahl mit Kriterien wie Funktionsumfang, Bedienbarkeit, Kosten, Datenschutz, Zusammenarbeit oder Dateiformat. Die Ergebnisse werden im Plenum verglichen und zu allgemeinen Auswahlregeln verdichtet. Sozialform Einzelarbeit, Partnerarbeit, Plenum Material Aufgabenkarten, Softwareliste, Vergleichsbogen Schwerpunkte Auswahl, Begründung, Kriterien, Eignung Ergebnis Entscheidungstabelle, Regelplakat, Kurzbegründung
Zwei Programme für denselben Zweck werden gegenübergestellt.


=== 3.3.2 Freie und proprietäre Software vergleichen ===
'''Arbeitsauftrag:''' Vergleiche Funktionsumfang, Bedienung, Kostenmodell, Dateiformate, Datenschutz und Lizenzmodell.


Der Vergleich unterschiedlicher Lizenz- und Nutzungsmodelle hilft den Schülerinnen und Schülern zu erkennen, dass Software nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich, rechtlich und praktisch verschieden ausgestaltet sein kann. Kleingruppen untersuchen jeweils ein freies und ein proprietäres Programm aus demselben Bereich, zum Beispiel LibreOffice und Microsoft Word, GIMP und ein kommerzielles Bildbearbeitungsprogramm oder Audacity und ein kostenpflichtiges Audiotool. Sie prüfen Kosten, Installation, Werbung, Benutzeroberfläche, Sprachversion, Dateiformate,
'''Erwartetes Ergebnis:''' Sachliche Vergleichstabelle.


Hilfefunktionen und Einsatzmöglichkeiten. Anschließend formulieren sie Vor- und Nachteile beider Varianten und diskutieren, in welchen Situationen freie Software eine besonders sinnvolle Wahl sein kann.
=== Software praktisch erproben ===


'''Vergleichsaspekte'''<br />
Zwei Anwendungen derselben Kategorie werden für dieselbe Mini-Aufgabe verwendet.
Kosten, Lizenz, Funktionen, Datenschutz, Bedienung, Werbung


Beispiele LibreOffice, GIMP, Audacity, Inkscape, Browsertools, Officeprogramme Lernprodukte Vergleichsblatt, Pro-Contra-Liste, Präsentation
'''Arbeitsauftrag:''' Erstelle denselben kurzen Inhalt in beiden Programmen und bewerte Arbeitsweg, Funktionen und Verständlichkeit.


=== 3.3.3 Software praktisch erproben ===
'''Erwartetes Ergebnis:''' Praxisvergleich statt Markenurteil.


Die eigenständige Erprobung zentraler Grundfunktionen fördert Handlungssicherheit und macht deutlich, dass sich viele Bedienmuster auf unterschiedliche Programme übertragen lassen, auch wenn Oberflächen und Bezeichnungen voneinander abweichen. Die Lernenden arbeiten an mehreren Stationen mit unterschiedlichen Programmen oder webbasierten Anwendungen. Sie öffnen ein Dokument, erstellen eine Datei, fügen Inhalte ein, speichern Ergebnisse, exportieren in ein anderes Format oder suchen gezielt nach einer Funktion. Jede Station enthält einen klaren Arbeitsauftrag und kurze Reflexionsfragen.
=== Dateiformate bewusst einsetzen ===


Danach besprechen die Schülerinnen und Schüler, welche Funktionen in vielen Programmen ähnlich aufgebaut sind und wo Unterschiede die Bedienung erschweren oder erleichtern. Stationen Text, Tabelle, Präsentation, Bild, Audio, Browser Grundfunktionen öffnen, speichern, einfügen, exportieren, suchen, teilen Auswertung Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Hürden, Lösungen
Ein Dokument soll bearbeitet, weitergegeben und veröffentlicht werden.


=== 3.3.4 Dateiformate bewusst einsetzen ===
'''Arbeitsauftrag:''' Speichere bzw. exportiere in einem bearbeitbaren Format und als PDF. Erkläre, welche Fassung für welchen Zweck geeigneter ist.


Die Auseinandersetzung mit Dateiformaten unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, Ergebnisse passend zu speichern, weiterzugeben und weiterzubearbeiten, anstatt Dateien nur zufällig oder nach Gewohnheit abzulegen. Die Klasse erhält verschiedene Arbeitssituationen, etwa ein Arbeitsblatt zum Weiterbearbeiten, ein fertiges Informationsblatt zum Versenden, ein Bild für eine Präsentation oder eine Audiodatei für einen Podcast. Zu jeder Situation entscheiden die Lernenden, welches Dateiformat geeignet ist, und begründen ihre Wahl.
'''Erwartetes Ergebnis:''' Sichere Formatwahl.


Anschließend testen sie an Beispielen, welche Eigenschaften unterschiedliche Formate haben, etwa Bearbeitbarkeit, Dateigröße, Darstellungsqualität oder Kompatibilität mit anderen Geräten und Programmen.
=== Hilfefunktionen und Problemlösestrategien nutzen ===


'''Dateiformate'''<br />
Eine bislang unbekannte Funktion soll selbstständig gefunden werden.
DOCX, ODT, PDF, JPG, PNG, MP3


'''Kriterien'''<br />
'''Arbeitsauftrag:''' Nutze Programmhilfe, Suchfunktion oder eine vertrauenswürdige Anleitung und dokumentiere die Schritte.
Bearbeitbarkeit, Größe, Qualität, Austausch, Kompatibilität, Zweck


Ergebnis Formatübersicht, Entscheidungshilfe, Merkkarte
'''Erwartetes Ergebnis:''' Nachvollziehbarer Lösungsweg.


=== 3.3.5 Hilfefunktionen und Problemlösestrategien nutzen ===
=== Software für Gruppenarbeit beurteilen ===


Die strukturierte Fehlersuche fördert selbstständiges Arbeiten und zeigt, dass Bedienprobleme oft durch systematisches Vorgehen, genaue Beobachtung und den gezielten Einsatz von Hilfesystemen gelöst werden können.
Mehrere Kooperationswerkzeuge werden betrachtet.


Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten typische kleine Problemfälle, etwa eine nicht auffindbare Datei, ein Bild, das sich nicht einfügen lässt, ein falsches Dateiformat oder eine ausgeblendete Werkzeugleiste. Dabei sollen sie nicht sofort Hilfe von außen erhalten, sondern Menüs, Suchfelder, Hilfefunktionen, Hinweise und Einstellungen gezielt nutzen. Die einzelnen Schritte werden dokumentiert und später gemeinsam ausgewertet. So lernen die Lernenden, digitale Probleme planvoll und nachvollziehbar zu lösen.
'''Arbeitsauftrag:''' Prüfe gemeinsame Bearbeitung, Kommentare, Versionen, Freigaben und Datenschutz. Wähle ein Werkzeug für ein Gruppenreferat.


Problemfälle Datei fehlt, Bildfehler, Formatproblem, Menü weg, Exportfehler Strategien suchen, prüfen, vergleichen, testen, Hilfe lesen, dokumentieren Sicherung Lösungsweg, Checkliste, Austausch, Reflexion
'''Erwartetes Ergebnis:''' Begründete Empfehlung.


=== 3.3.6 Software für Gruppenarbeit beurteilen ===
=== Softwarewahl aus dem Schulalltag begründen ===


Die Bewertung kooperativer Werkzeuge macht sichtbar, dass geeignete Software nicht nur einzelne Aufgaben lösen, sondern auch Zusammenarbeit, Rückmeldung und gemeinsame Organisation wirksam unterstützen sollte. Die Lernenden vergleichen Programme danach, wie gut sie sich für Gruppenarbeit eignen. Sie prüfen, ob mehrere Personen gleichzeitig arbeiten können, ob Kommentare möglich sind, wie Dateien geteilt werden, ob Änderungen nachvollziehbar bleiben und ob die Bedienung für alle verständlich ist.
Eine konkrete Schulaufgabe wird mehreren möglichen Programmen gegenübergestellt.


Danach bearbeiten sie mit zwei unterschiedlichen Anwendungen dieselbe kleine Gruppenaufgabe und reflektieren, welche Lösung im schulischen Alltag praktischer war. Die Auswertung verbindet technische Beobachtungen mit Anforderungen an Zusammenarbeit. Prüfkriterien Teilen, Kommentare, Gleichzeitigkeit, Übersicht, Zugänglichkeit, Sicherheit Arbeitsformen Testphase, Gruppenauftrag, Vergleich, Diskussion Produkte Bewertungsbogen, Rangliste, Empfehlung
'''Arbeitsauftrag:''' Nenne Muss- und Wunschfunktionen, prüfe zwei bis drei Programme und entscheide nachvollziehbar.


=== 3.3.7 Softwarewahl aus dem Schulalltag begründen ===
'''Erwartetes Ergebnis:''' Kriterienbasierte Entscheidung.


Die Verbindung mit konkreten schulischen Aufgaben erhöht die Anwendungsnähe und hilft den Schülerinnen und Schülern, Auswahlentscheidungen nicht abstrakt, sondern aus realistischen Lern- und Arbeitssituationen heraus zu treffen. Die Klasse sammelt typische schulische Aufgaben, etwa Referat, Protokoll, Grafik, Umfrageauswertung, Lernvideo oder Podcast. In Gruppen wird für jede Aufgabe geeignete
=== Softwarekritik und Verantwortung ===


'''Software'''<br />
Auch beliebte Software kann Nachteile oder problematische Standardeinstellungen besitzen.
ausgewählt und kurz getestet. Anschließend begründen die Gruppen, warum sie


gerade dieses Programm gewählt haben und welche Alternativen ebenfalls denkbar wären. Wichtig ist, dass nicht nur die Funktionalität, sondern auch Alter, Vorkenntnisse, Aufwand und Bedienbarkeit berücksichtigt werden. So wird Auswahlkompetenz in einen greifbaren Zusammenhang gestellt. Schulaufgaben Referat, Protokoll, Grafik, Podcast, Lernvideo, Auswertung Auswahlgründe Einfachheit, Zweck, Zusammenarbeit, Verfügbarkeit, Datenschutz, Format Ergebnis Empfehlungsliste, Aufgabenmatrix, Kurzvorstellung
'''Arbeitsauftrag:''' Analysiere ein Programm nach Datensparsamkeit, Werbung, Ablenkung, Barrierefreiheit und Abhängigkeit von Konten oder Internet.


=== 3.3.8 Softwarekritik und Verantwortung ===
'''Erwartetes Ergebnis:''' Ausgewogene Softwarekritik.


Die kritische Auseinandersetzung mit Software verdeutlicht, dass die Wahl digitaler Werkzeuge nicht nur eine technische Frage ist, sondern auch mit Datenschutz, Werbung, Kosten und fairer Nutzbarkeit zusammenhängt. Anhand konkreter Programme untersuchen die Schülerinnen und Schüler, welche Daten abgefragt werden, ob Werbung eingeblendet wird, ob Zusatzkosten entstehen, ob eine Registrierung nötig ist und wie verständlich die Nutzung insgesamt ist. Danach besprechen sie, worauf man bei schulischer oder privater Nutzung achten sollte und welche Verantwortung mit der Auswahl von Software verbunden ist.
=== Reflexion und Ergebnissicherung ===


So wird die technische Entscheidung mit gesellschaftlicher und persönlicher Reflexion verbunden. Kritikpunkte Datenzugriff, Werbung, Kosten, Registrierung, Ablenkung, Abhängigkeit
Die Klasse formuliert allgemeine Auswahlregeln.


'''Leitfragen'''<br />
'''Arbeitsauftrag:''' Erstelle eine Checkliste „Welche Software passt zu meiner Aufgabe?“ mit mindestens sechs Kriterien.
Was sammelt es, Was kostet es, Was erschwert es, Was schützt es


Diskussionsziele Verantwortung, Abwägung, Bewusstsein, Urteil
'''Erwartetes Ergebnis:''' Übertragbare Entscheidungscheckliste.


=== 3.3.9 Reflexion und Ergebnissicherung ===
== Selbstcheck ==


Die abschließende Reflexion bündelt praktische Erfahrungen, Vergleichsergebnisse und Bewertungsmaßstäbe, sodass aus einzelnen Softwaretests ein übertragbares Verständnis für begründete Auswahl und sichere Bedienung digitaler Werkzeuge entsteht. Die Schülerinnen und Schüler halten schriftlich oder mündlich fest, welche Kriterien ihnen bei der Softwarewahl künftig besonders wichtig sind, welche freie Software sie kennengelernt haben und welche Bedienmuster sich auf viele Programme übertragen lassen. Zusätzlich benennen sie eine Situation, in der sie künftig bewusster auswählen würden.
* Ich kann Softwarearten passenden Aufgaben zuordnen.
* Ich kenne die Grundaufgaben von Word/Writer, Excel/Calc und PowerPoint/Impress.
* Ich kann freie und proprietäre Software grundsätzlich unterscheiden.
* Ich kann Dateiformate passend wählen.
* Ich nutze Einstellungen und Hilfefunktionen gezielt.
* Ich kann Software anhand mehrerer Kriterien bewerten.


Die Ergebnisse werden in einer gemeinsamen Übersicht gesammelt und zu einer alltagstauglichen Orientierungshilfe zusammengeführt. Reflexionsfragen Was passt, Was hilft, Was spart, Was schützt Sicherung Lernjournal, Exit Card, Tafelbild, Merkblatt
== Siehe auch ==


Grundlage: Digitale Grundbildung II – Lehrband 2. Klasse, Final V2.5.
* [[DGB 2: Daten erfassen filtern sortieren|Daten mit Tabellenkalkulation bearbeiten]]
* [[DGB 2: Visuelle Audiovisuelle Auditive Inhalte|Medienproduktion]]
* [[DGB 2: Zugaenglichkeit und Nutzbarkeit|Zugänglichkeit und Einstellungen]]


[[Kategorie:Digitale Grundbildung 2. Klasse]]
[[Kategorie:Digitale Grundbildung]]
[[Kategorie:DGB 2]]

Version vom 10. September 2026, 16:12 Uhr

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Für dieselbe Aufgabe gibt es oft mehrere Programme. Gute Anwendungskompetenz bedeutet deshalb nicht, nur ein bestimmtes Produkt bedienen zu können, sondern Software passend zur Aufgabe auszuwählen, Dateiformate zu verstehen, Einstellungen und Hilfefunktionen zu nutzen und zwischen installierter, webbasierter, freier und proprietärer Software zu unterscheiden.

Lehrplanbezug

Bereich Zuordnung
Kompetenzbereich Handeln
Schwerpunkt Software – auch freie Software – für unterschiedliche Aufgaben
Kompetenz Digitale Werkzeuge nach Aufgabe, Funktionen, Bedienbarkeit, Kosten, Datenschutz und Kompatibilität auswählen, praktisch erproben und begründet bewerten.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler können:

  • Software, Betriebssystem, Anwendung und Webdienst grundsätzlich unterscheiden;
  • Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Grafik, Browser, Kommunikation und Programmierumgebung passenden Aufgaben zuordnen;
  • installierte und webbasierte Anwendungen unterscheiden;
  • freie bzw. Open-Source-Software und proprietäre Software grundlegend vergleichen;
  • Funktionsumfang, Bedienbarkeit, Kosten, Datenschutz, Kompatibilität und Sprache als Auswahlkriterien verwenden;
  • Word/Writer, Excel/Calc und PowerPoint/Impress in ihren Grundaufgaben unterscheiden;
  • Dateiformate wie DOCX, ODT, XLSX, ODS, PPTX, ODP, PDF, PNG und JPG passend einsetzen;
  • Dateien speichern, öffnen, exportieren und in geeigneten Formaten weitergeben;
  • Menüs, Einstellungen, Hilfefunktionen und Tastenkombinationen zur Problemlösung nutzen;
  • Software für Einzel- und Gruppenarbeit begründet auswählen.

Lerninhalte

Was ist Software?

Software umfasst Programme und Anwendungen, die digitale Geräte nutzbar machen. Das Betriebssystem verwaltet grundlegende Gerätefunktionen; Anwendungssoftware löst konkrete Aufgaben wie Schreiben, Rechnen, Präsentieren, Zeichnen oder Kommunizieren.

Webbasierte Anwendungen laufen überwiegend im Browser und speichern Daten häufig auf Servern. Installierte Programme befinden sich lokal auf einem Gerät. Beide Modelle haben Vor- und Nachteile.

Das passende Werkzeug wählen

Für einen Bericht eignet sich eine Textverarbeitung, für Berechnungen und Datenauswertung eine Tabellenkalkulation, für einen Vortrag ein Präsentationsprogramm. Ein Grafikprogramm ist für Bildgestaltung besser geeignet als eine Tabellenkalkulation.

Die Frage lautet daher nicht „Welches Programm kenne ich?“, sondern „Welche Aufgabe soll gelöst werden und welche Funktionen brauche ich dafür?“

Word/Writer, Excel/Calc und PowerPoint/Impress

Word bzw. Writer strukturieren längere Texte mit Überschriften, Absätzen, Listen, Tabellen und Bildern. Excel bzw. Calc organisieren Daten in Zellen und ermöglichen Formeln, Sortierung, Filter und Diagramme. PowerPoint bzw. Impress unterstützt Vorträge durch Folien, Bilder, Diagramme und knappe Kernaussagen.

Die Programme überschneiden sich teilweise. Trotzdem hat jedes Werkzeug einen typischen Schwerpunkt.

Freie und proprietäre Software

Bei freier bzw. Open-Source-Software sind je nach Lizenz Nutzung, Untersuchung, Veränderung und Weitergabe des Quellcodes erlaubt. Proprietäre Software wird unter Bedingungen des jeweiligen Rechteinhabers genutzt und der Quellcode ist üblicherweise nicht frei verfügbar.

„Kostenlos“ und „freie Software“ sind nicht dasselbe. Ein kostenlos nutzbarer Dienst kann proprietär sein; Open-Source-Software kann mit kostenpflichtigen Dienstleistungen verbunden sein.

Dateiformate und Kompatibilität

Dateiformate bestimmen, wie Daten gespeichert sind und welche Programme sie öffnen können. Native Formate wie DOCX/ODT, XLSX/ODS oder PPTX/ODP eignen sich zum Weiterbearbeiten. PDF ist häufig für eine fertige, möglichst layoutstabile Ausgabe sinnvoll. PNG und JPG sind Bildformate mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Vor der Abgabe oder gemeinsamen Bearbeitung muss geprüft werden, welches Format benötigt wird und ob es auf den Zielgeräten funktioniert.

Einstellungen und Hilfefunktionen

Gute Nutzerinnen und Nutzer erkunden Menüs, Suchfelder, Einstellungen und integrierte Hilfen. Dazu gehören Sprache, automatische Speicherung, Rechtschreibprüfung, Zoom, Barrierefreiheitsoptionen, Standarddateiformate und Freigaben.

Bei unbekannten Funktionen ist systematisches Nachschlagen meist effizienter als wahlloses Klicken.

Software für Zusammenarbeit

Cloudbasierte Dokumente können gleichzeitiges Bearbeiten, Kommentare und Versionsverläufe ermöglichen. Vor der Nutzung sollten Zugriffsrechte und Datenschutz bedacht werden.

Für Gruppenarbeit ist daher nicht nur die Funktion „gemeinsam bearbeiten“ relevant, sondern auch, wer Zugriff erhält, wo Daten gespeichert werden und wie Änderungen nachvollzogen werden.

Aufgaben für den Unterricht

Software passend zur Aufgabe auswählen

Mehrere schulische Aufgaben werden verschiedenen Programmkategorien zugeordnet.

Arbeitsauftrag: Wähle für Bericht, Kostenrechnung, Referat, Fotobearbeitung und Programmieraufgabe je ein geeignetes Werkzeug und begründe die Wahl mit Funktionen.

Erwartetes Ergebnis: Begründete Softwareauswahl.

Freie und proprietäre Software vergleichen

Zwei Programme für denselben Zweck werden gegenübergestellt.

Arbeitsauftrag: Vergleiche Funktionsumfang, Bedienung, Kostenmodell, Dateiformate, Datenschutz und Lizenzmodell.

Erwartetes Ergebnis: Sachliche Vergleichstabelle.

Software praktisch erproben

Zwei Anwendungen derselben Kategorie werden für dieselbe Mini-Aufgabe verwendet.

Arbeitsauftrag: Erstelle denselben kurzen Inhalt in beiden Programmen und bewerte Arbeitsweg, Funktionen und Verständlichkeit.

Erwartetes Ergebnis: Praxisvergleich statt Markenurteil.

Dateiformate bewusst einsetzen

Ein Dokument soll bearbeitet, weitergegeben und veröffentlicht werden.

Arbeitsauftrag: Speichere bzw. exportiere in einem bearbeitbaren Format und als PDF. Erkläre, welche Fassung für welchen Zweck geeigneter ist.

Erwartetes Ergebnis: Sichere Formatwahl.

Hilfefunktionen und Problemlösestrategien nutzen

Eine bislang unbekannte Funktion soll selbstständig gefunden werden.

Arbeitsauftrag: Nutze Programmhilfe, Suchfunktion oder eine vertrauenswürdige Anleitung und dokumentiere die Schritte.

Erwartetes Ergebnis: Nachvollziehbarer Lösungsweg.

Software für Gruppenarbeit beurteilen

Mehrere Kooperationswerkzeuge werden betrachtet.

Arbeitsauftrag: Prüfe gemeinsame Bearbeitung, Kommentare, Versionen, Freigaben und Datenschutz. Wähle ein Werkzeug für ein Gruppenreferat.

Erwartetes Ergebnis: Begründete Empfehlung.

Softwarewahl aus dem Schulalltag begründen

Eine konkrete Schulaufgabe wird mehreren möglichen Programmen gegenübergestellt.

Arbeitsauftrag: Nenne Muss- und Wunschfunktionen, prüfe zwei bis drei Programme und entscheide nachvollziehbar.

Erwartetes Ergebnis: Kriterienbasierte Entscheidung.

Softwarekritik und Verantwortung

Auch beliebte Software kann Nachteile oder problematische Standardeinstellungen besitzen.

Arbeitsauftrag: Analysiere ein Programm nach Datensparsamkeit, Werbung, Ablenkung, Barrierefreiheit und Abhängigkeit von Konten oder Internet.

Erwartetes Ergebnis: Ausgewogene Softwarekritik.

Reflexion und Ergebnissicherung

Die Klasse formuliert allgemeine Auswahlregeln.

Arbeitsauftrag: Erstelle eine Checkliste „Welche Software passt zu meiner Aufgabe?“ mit mindestens sechs Kriterien.

Erwartetes Ergebnis: Übertragbare Entscheidungscheckliste.

Selbstcheck

  • Ich kann Softwarearten passenden Aufgaben zuordnen.
  • Ich kenne die Grundaufgaben von Word/Writer, Excel/Calc und PowerPoint/Impress.
  • Ich kann freie und proprietäre Software grundsätzlich unterscheiden.
  • Ich kann Dateiformate passend wählen.
  • Ich nutze Einstellungen und Hilfefunktionen gezielt.
  • Ich kann Software anhand mehrerer Kriterien bewerten.

Siehe auch