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DGB 3: Cloudbasierte Systeme

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Cloudspeicher, E-Mail, Onlinekalender, Lernplattformen und gemeinsam bearbeitete Dokumente wirken auf dem Endgerät oft selbstverständlich. Technisch liegen Daten oder Dienste jedoch auf entfernten Servern. Damit entstehen Vorteile bei Synchronisation und Zusammenarbeit, aber auch Abhängigkeiten und Schutzfragen.

Lehrplanbezug

Bereich Zuordnung
Kompetenzbereich Information
Perspektiven T, G, I
Schwerpunkt Cloudbasierte Systeme verstehen und kritisch beurteilen
Kompetenz Cloudbasierte Systeme technisch grundlegend erklären und dabei Serverstandort, Datenschutz, Datensicherheit, Freigaben, Abhängigkeiten und verantwortungsvolle Nutzung berücksichtigen.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler können:

  • lokale und cloudbasierte Speicherung unterscheiden;
  • erklären, wie Daten über das Internet auf entfernten Servern gespeichert und abgerufen werden;
  • typische Cloud-Anwendungen aus Alltag, Schule und Beruf nennen;
  • Synchronisation und Versionsverlauf erklären;
  • Freigaben, Rollen und Zugriffsrechte praktisch unterscheiden;
  • Vorteile wie Ortsunabhängigkeit und Zusammenarbeit erläutern;
  • Abhängigkeiten von Internet, Anbieter und Konto erkennen;
  • Serverstandort, Datenschutz und Datensicherheit als Prüfkriterien verwenden;
  • Dateien sinnvoll benennen, ordnen, freigeben und sichern;

Lerninhalte

Grundidee cloudbasierter Systeme

Bei lokaler Speicherung liegt eine Datei primär auf dem eigenen Gerät oder Datenträger. In einem Cloudsystem liegt sie zusätzlich oder hauptsächlich auf Servern eines Anbieters und wird über das Internet abgerufen.

Das Wort Cloud bezeichnet keine unsichtbare Datenwelt, sondern reale Rechenzentren, Netze, Speicher und Softwaredienste.

Wie cloudbasierte Systeme arbeiten

Eine App oder ein Browser meldet sich bei einem Dienst an, sendet Anfragen und überträgt Daten. Der Server speichert oder verarbeitet sie und liefert Ergebnisse zurück.

Synchronisation sorgt dafür, dass Änderungen auf mehreren Geräten oder bei mehreren Mitwirkenden auf einen gemeinsamen Stand gebracht werden.

Anwendungen in Alltag, Schule und Beruf

E-Mail-Dienste, Fotobibliotheken, Kalender, Musik- und Videostreaming, Online-Backups und Notizen sind typische Alltagsbeispiele. In der Schule kommen Lernplattformen, Abgabesysteme, geteilte Dokumente und gemeinsame Präsentationen hinzu.

Im Beruf werden Projektplattformen, Kundendatenbanken, Videokonferenzen und gemeinsame Arbeitsräume genutzt.

Vorteile cloudbasierter Systeme

Dateien sind von verschiedenen Geräten erreichbar, können gemeinsam bearbeitet und oft versioniert werden. Automatische Synchronisation verringert den Aufwand, mehrere Kopien manuell aktuell zu halten.

Cloudfunktionen können außerdem Wiederherstellung erleichtern, ersetzen aber nicht in jedem Fall ein eigenes Backupkonzept.

Grenzen und Abhängigkeiten

Ohne Internet oder bei einer Störung des Anbieters können Dienste eingeschränkt sein. Wird ein Konto gesperrt oder ein Dienst eingestellt, kann der Zugriff ebenfalls betroffen sein.

Deshalb sind Exportmöglichkeiten, lokale Kopien wichtiger Dateien und ein Verständnis der eigenen Abhängigkeit sinnvoll.

Standort des Servers

Der physische und rechtliche Standort von Servern kann für Datenschutz und rechtliche Rahmenbedingungen relevant sein. Häufig wissen Nutzende nicht genau, in welchem Rechenzentrum einzelne Daten liegen.

Bei schulischen oder personenbezogenen Daten dürfen daher nur freigegebene Dienste und Vorgaben der Organisation verwendet werden.

Datenschutz in cloudbasierten Systemen

Vor dem Hochladen sollte geklärt werden, welche Daten notwendig sind, wer Zugriff erhält und ob eine Freigabe wirklich erforderlich ist. Öffentliche Links sind für vertrauliche Inhalte ungeeignet.

Datensparsamkeit bedeutet auch, alte Freigaben zu entfernen und nicht benötigte Daten kontrolliert zu löschen.

Datensicherheit und Schutzmaßnahmen

Starke Passwörter, Mehrfaktor-Authentifizierung, aktuelle Geräte und sorgfältig gesetzte Freigaberechte reduzieren Risiken. Bei gemeinsam bearbeiteten Dateien ist der Versionsverlauf nützlich, um versehentliche Änderungen nachvollziehen zu können.

Sensible Daten sollten nicht allein deshalb hochgeladen werden, weil ein Dienst bequem ist.

Verantwortungsvolle Nutzung im Alltag

Eine gute Cloudroutine umfasst klare Ordner, sinnvolle Dateinamen, passende Freigabestufen und regelmäßige Prüfung der Zugriffsrechte. Bei wichtigen Dateien sollte zusätzlich geklärt sein, wie sie gesichert und wiederhergestellt werden können.

Zusammenarbeit funktioniert am besten, wenn alle dieselbe Version nutzen und Regeln für Bearbeitung, Kommentare und Dateibenennung vereinbart sind.

Aufgaben für den Unterricht

Den Weg einer Datei nachvollziehen

Arbeitsauftrag: Zeichnet den Weg einer Datei vom lokalen Gerät über Internetverbindung zum Cloudserver und zurück.

Erwartetes Ergebnis: Datenfluss-Schaubild.

Lokale Speicherung und Cloud vergleichen

Arbeitsauftrag: Vergleicht lokalen Ordner, USB-Speicher und Cloud nach Zugriff, Zusammenarbeit, Ausfallrisiko und Kontrolle.

Erwartetes Ergebnis: Vergleichsmatrix.

Freigaben und Zugriffsrechte prüfen

Arbeitsauftrag: Ordnet Lesen, Kommentieren und Bearbeiten passenden Projektsituationen zu.

Erwartetes Ergebnis: Rechtekonzept.

Datenschutz-Fallbeispiele bewerten

Arbeitsauftrag: Entscheidet bei mehreren Dateien, ob und wie sie in einer Schulcloud geteilt werden sollten.

Erwartetes Ergebnis: begründete Freigabeentscheidungen.

Serverstandort als Entscheidungsfaktor einbeziehen

Arbeitsauftrag: Untersucht fiktive Cloudangebote und berücksichtigt Standort, Anbieterinformationen und Einsatzzweck.

Erwartetes Ergebnis: Kriterienbewertung.

Sicherheitslücken erkennen und absichern

Arbeitsauftrag: Findet Schwächen in Beispielen wie öffentlichem Link, schwachem Passwort oder dauerhaft offener Freigabe.

Erwartetes Ergebnis: Schutzmaßnahmenliste.

Kooperatives Arbeiten in der Cloud planen

Arbeitsauftrag: Plant Ordnerstruktur, Dateinamen, Rollen und Versionsregeln für ein Gruppenprojekt.

Erwartetes Ergebnis: Zusammenarbeitsplan.

Rollenperspektiven diskutieren

Arbeitsauftrag: Bewertet denselben Clouddienst aus Sicht von Schüler, Lehrkraft, IT-Administration und Anbieter.

Erwartetes Ergebnis: Rollenvergleich.

Einen Clouddienst mit Kriterien bewerten

Arbeitsauftrag: Nutzt Kriterien wie Funktionsumfang, Datenschutz, Export, Freigaben, Sicherheit und Ausfallsicherheit.

Erwartetes Ergebnis: Bewertungsraster.

Reflexion zum Abschluss

Arbeitsauftrag: Erkläre, warum Cloud nicht bedeutet, dass Dateien nirgends liegen, sondern dass sie auf anderen Computern gespeichert werden.

Erwartetes Ergebnis: fachlich korrekte Erklärung.

Selbstcheck

  • Ich kann den Schwerpunkt „Cloudbasierte Systeme verstehen und kritisch beurteilen“ mit eigenen Worten erklären.
  • Ich kann lokale und cloudbasierte Speicherung unterscheiden.
  • Ich kann erklären, wie Daten über das Internet auf entfernten Servern gespeichert und abgerufen werden.
  • Ich kann typische Cloud-Anwendungen aus Alltag, Schule und Beruf nennen.
  • Ich kann Synchronisation und Versionsverlauf erklären.
  • Ich kann Freigaben, Rollen und Zugriffsrechte praktisch unterscheiden.

Siehe auch