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DGB 4: Darstellungsformen und Wirkung

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Text, Bild, Diagramm, Audio, Video und Präsentation vermitteln dieselbe Information unterschiedlich. Die Wahl des Formats beeinflusst, was schnell sichtbar, emotional wirksam oder detailliert nachvollziehbar wird. Medienproduktion bedeutet deshalb auch, Form und Wirkung bewusst aufeinander abzustimmen.

Lehrplanbezug

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Bereich Zuordnung
Kompetenzbereich Produktion
Perspektiven G, I
Schwerpunkt Darstellungsformen digitaler Inhalte und ihre Wirkungen verstehen
Kompetenz Verschiedene Darstellungsformen von Inhalten erproben und deren Einfluss auf Wahrnehmung, Verständlichkeit, Emotion und Zielgruppenwirkung kritisch hinterfragen.

Lernziele

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Die Schülerinnen und Schüler können:

  • Grundideen verschiedener Darstellungsformen erklären;
  • Stärken und Grenzen von Text, Bild, Grafik, Audio und Video vergleichen;
  • dieselbe Information in mehrere Formen übertragen;
  • Einfluss von Überschrift, Bild, Ton und Gestaltung auf Wahrnehmung analysieren;
  • Zielgruppe und Medium bei der Auswahl berücksichtigen;
  • multimodale Präsentationen sinnvoll kombinieren;
  • Zugänglichkeit verschiedener Darstellungsformen berücksichtigen;
  • eigene Wahrnehmung kritisch hinterfragen;

Lerninhalte

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Grundideen unterschiedlicher Darstellungsformen

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Jede Form besitzt besondere Stärken. Text kann differenziert argumentieren, Bilder erzeugen schnellen Überblick, Diagramme verdichten Daten und Video zeigt zeitliche Abläufe.

Die beste Darstellungsform hängt von Inhalt, Ziel und Zielgruppe ab.

Text als Darstellungsform

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Text erlaubt genaue Begriffe, Argumente und nachvollziehbare Details. Lange unstrukturierte Texte können jedoch schwer zugänglich sein.

Überschriften, Absätze, Listen und Hervorhebungen verbessern Lesbarkeit.

Bilder und Fotos als Wirkungsträger

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Bilder vermitteln schnell Situationen und Emotionen, zeigen aber immer nur einen Ausschnitt. Perspektive und Auswahl beeinflussen Interpretation.

Bildunterschrift und Kontext helfen, Fehlinterpretationen zu vermeiden.

Grafiken, Diagramme und Schaubilder

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Diagramme stellen Zahlenbeziehungen übersichtlich dar; Schaubilder erklären Abläufe und Strukturen. Sie benötigen korrekte Beschriftungen, Einheiten und nachvollziehbare Skalen.

Dekoration darf die Daten nicht überlagern.

Audio und gesprochene Inhalte

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Stimme, Tempo, Betonung, Musik und Geräusche beeinflussen Aufmerksamkeit und Stimmung. Audio eignet sich für Gespräche und Erzählungen, kann aber visuelle Zusammenhänge schwerer darstellen.

Transkripte oder Zusammenfassungen verbessern Zugänglichkeit.

Video und audiovisuelle Darstellungen

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Video kombiniert Bild, Bewegung, Sprache und Ton. Dadurch können Abläufe anschaulich werden, zugleich kann starke Inszenierung Emotionen lenken.

Schnitt und Reihenfolge sind Teil der Aussage.

Präsentationen und kombinierte Darstellungen

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PowerPoint oder ähnliche Präsentationssysteme verbinden Text, Bild, Diagramm und Video. Gute Folien unterstützen den Vortrag und ersetzen ihn nicht durch überfüllte Textflächen.

Einheitliche Struktur und klare Kernaussagen erleichtern Orientierung.

Dieselbe Information in verschiedenen Formen

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Beim Wechsel des Formats muss entschieden werden, was erhalten, gekürzt oder neu erklärt wird. Ein langer Bericht lässt sich nicht sinnvoll eins zu eins auf eine Folie kopieren.

Der Vergleich mehrerer Fassungen macht die Wirkung der Form sichtbar.

Zielgruppe und Medium mitdenken

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Ein Tutorial für Anfänger benötigt andere Erklärungen als eine Fachübersicht. Auf einem Smartphone funktionieren andere Layouts als auf einem Plakat.

Die Wahl der Darstellung ist daher immer eine Designentscheidung.

Wahrnehmung kritisch hinterfragen

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Menschen reagieren auf Farben, Bilder, Musik und Sprache unterschiedlich. Eine ansprechende Darstellung kann überzeugen, ohne dass die zugrunde liegende Aussage richtig ist.

Inhalt und Wirkung werden deshalb getrennt bewertet.

Aufgaben für den Unterricht

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Ein Inhalt drei Formate

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Arbeitsauftrag: Überführt eine Sachinformation in Text, Infografik und kurze Audio- oder Videoform.

Erwartetes Ergebnis: drei Fassungen.

Text gegen Bild

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Arbeitsauftrag: Vergleicht, welche Information in Text und Bild jeweils stärker oder schwächer vermittelt wird.

Erwartetes Ergebnis: Vergleich.

Diagramm oder Fließtext

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Arbeitsauftrag: Stellt denselben Datensatz als Erklärung und Diagramm dar.

Erwartetes Ergebnis: Doppeldarstellung.

Dieselbe Aussage andere Überschrift

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Arbeitsauftrag: Formuliert neutrale, positive und dramatisierende Überschriften.

Erwartetes Ergebnis: Wirkungsanalyse.

Audio verändert Bedeutung

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Arbeitsauftrag: Sprecht denselben Satz mit unterschiedlicher Betonung ein.

Erwartetes Ergebnis: Audiobeispiele.

Ein Bild viele Aussagen

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Arbeitsauftrag: Entwickelt mehrere Bildunterschriften und untersucht deren Einfluss.

Erwartetes Ergebnis: Kontextvergleich.

Präsentation überladen oder klar

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Arbeitsauftrag: Überarbeitet eine überfüllte Folie.

Erwartetes Ergebnis: verbesserte Folie.

Zielgruppenwechsel gestalten

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Arbeitsauftrag: Passt einen Inhalt für zwei unterschiedliche Zielgruppen an.

Erwartetes Ergebnis: zwei Fassungen.

Medienkritik an Werbebeispielen

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Arbeitsauftrag: Analysiert Zusammenspiel von Text, Bild und Ton.

Erwartetes Ergebnis: Werbeanalyse.

Medienprodukt mit Reflexionskommentar

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Arbeitsauftrag: Erstellt ein Medienprodukt und erklärt die gewählten Gestaltungsmittel.

Erwartetes Ergebnis: Produkt plus Kommentar.

Stationen zur Darstellungswirkung

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Arbeitsauftrag: Bearbeitet mehrere Medienformen nacheinander und vergleicht die Wirkung.

Erwartetes Ergebnis: Stationsprotokoll.

Vorher und nachher überarbeiten

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Arbeitsauftrag: Verbessert eine eigene Darstellung nach Feedback.

Erwartetes Ergebnis: Revision.

Selbstcheck

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  • Ich kann den Schwerpunkt „Darstellungsformen digitaler Inhalte und ihre Wirkungen verstehen“ mit eigenen Worten erklären.
  • Ich kann Grundideen verschiedener Darstellungsformen erklären.
  • Ich kann Stärken und Grenzen von Text, Bild, Grafik, Audio und Video vergleichen.
  • Ich kann dieselbe Information in mehrere Formen übertragen.
  • Ich kann Einfluss von Überschrift, Bild, Ton und Gestaltung auf Wahrnehmung analysieren.
  • Ich kann Zielgruppe und Medium bei der Auswahl berücksichtigen.

Siehe auch

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