Informatik 5: Tabellenkalkulation und Visualisierung
Tabellenkalkulation verbindet Daten, Formeln und Visualisierung. Ziel ist nicht das Auswendiglernen von Menübefehlen, sondern das Erstellen nachvollziehbarer Modelle, deren Ergebnisse sich bei geänderten Eingaben korrekt anpassen.
Lernziele
Nach dieser Einheit kannst du:
- Tabellen sinnvoll strukturieren und Datentypen passend eingeben.
- Formeln mit Zellbezügen erstellen und Ergebnisse kontrollieren.
- grundlegende Funktionen wie SUMME, MITTELWERT, MINIMUM und MAXIMUM einsetzen.
- Daten sortieren und filtern.
- für eine Fragestellung ein passendes Diagramm auswählen und korrekt beschriften.
- Fehler in Formeln oder irreführenden Darstellungen erkennen.
Vorwissen aus der Digitalen Grundbildung
Du hast Tabellen und Diagramme bereits verwendet. Nun arbeitest du bewusster mit Zellbezügen, Formeln, Funktionen und der Frage, welche Darstellung zu welchen Daten passt.
Lerninhalte
Zellen, Bereiche und Datentypen
Eine Tabellenkalkulation organisiert Daten in Zellen. Zahlen, Texte, Datumswerte und Formeln verhalten sich unterschiedlich. Eine gute Tabelle trennt Eingabedaten, Berechnungen und Ergebnisse nachvollziehbar.
Formeln und Zellbezüge
Formeln beginnen in vielen Programmen mit einem Gleichheitszeichen und können auf andere Zellen verweisen. Der große Vorteil: Ändert sich ein Eingabewert, werden abhängige Ergebnisse neu berechnet. Zellbezüge sollten daher statt mehrfach eingetippter Zahlen verwendet werden.
Funktionen
Funktionen fassen häufige Berechnungen zusammen. Typische Beispiele sind Summe, Mittelwert, Minimum und Maximum. Wichtig ist, den verwendeten Zellbereich zu prüfen und nicht nur dem angezeigten Ergebnis zu vertrauen.
Sortieren und Filtern
Sortieren ändert die Reihenfolge von Datensätzen; Filtern zeigt nur Datensätze, die bestimmte Bedingungen erfüllen. Beide Funktionen verändern nicht automatisch die zugrunde liegende Bedeutung der Daten.
Diagramme passend wählen
Balken- oder Säulendiagramme eignen sich häufig für Vergleiche von Kategorien, Liniendiagramme für zeitliche Entwicklungen. Kreisdiagramme sind nur für bestimmte Anteilssituationen sinnvoll. Achsen, Einheiten, Titel und Datenbereich müssen verständlich sein.
Fehler und Manipulation
Falsche Zellbereiche, vertauschte Einheiten oder unpassende Diagrammachsen können zu falschen Aussagen führen. Diagramme können auch bewusst irreführend gestaltet werden. Ergebnisse sollten deshalb immer auf Plausibilität geprüft werden.
Üben und Anwenden
Aufgabe 1: Haushaltsmodell
Erstelle einen einfachen Monatsplan mit Einnahmen, Ausgaben, Summe und Restbetrag. Ändere anschließend drei Eingaben und prüfe, ob alle Ergebnisse automatisch aktualisiert werden.
Aufgabe 2: Fehler finden
Untersuche eine vorbereitete Tabelle mit drei eingebauten Fehlern: falscher Zellbereich, Zahl als Text und falsche Einheit. Dokumentiere Fund und Korrektur.
Aufgabe 3: Diagrammwahl
Erstelle aus demselben kleinen Datensatz zwei unterschiedliche Diagramme und begründe, welches die Fragestellung besser beantwortet.
Aufgabe 4: Messreihe
Erfasse eine kleine Messreihe oder Klassendaten, berechne Kennwerte und formuliere zwei sachlich korrekte Aussagen zu den Ergebnissen.
Kompetenzcheck
Prüfe dich selbst. Du solltest die folgenden Punkte ohne Hilfe erklären oder anwenden können:
- Ich kann eine Formel mit Zellbezug schreiben und erklären.
- Ich kann grundlegende Funktionen gezielt einsetzen.
- Ich kann sortieren und filtern unterscheiden.
- Ich kann ein passendes Diagramm wählen und korrekt beschriften.
- Ich kann ein Ergebnis auf Plausibilität prüfen.