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Informatik 5: Informationsquellen und Informationsdarstellungen

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Worum geht es? Gute Informationsarbeit beginnt mit einer klaren Frage und endet nicht beim ersten Suchtreffer. Du lernst Suchstrategien, Quellenbewertung, Strukturierung und Verarbeitung von Informationen sowie den bewussten Umgang mit unterschiedlichen Darstellungsformen.

Lernziele

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Nach diesem Kapitel kannst du:

  • Suchziele klären, Suchbegriffe wählen, Quellen auswählen
  • Suchstrategien planen, Suchanfragen verfeinern, Treffer vergleichen
  • Quellen prüfen, Glaubwürdigkeit bewerten, Absichten erkennen
  • Informationen ordnen, Inhalte gliedern, Kernaussagen markieren
  • Texte zusammenfassen, Notizen erstellen, Ergebnisse strukturieren
  • Darstellungen deuten, Diagramme lesen, Muster erkennen
  • Informationen übertragen, Tabellen nutzen, Grafiken einsetzen
  • Aussagen vergleichen, Widersprüche erkennen, Urteile begründen
  • Ergebnisse dokumentieren, Quellen angeben, Präsentationen erstellen
  • Datenschutz beachten, Urheberrecht beachten, Verantwortung übernehmen

Anschluss an die Digitale Grundbildung

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Recherche und Quellenkritik sind zentrale Bestandteile der Digitalen Grundbildung. Nun planst du Informationsprozesse systematisch: vom Informationsbedarf über Suchstrategien und Quellenbewertung bis zur strukturierten Weiterverarbeitung und Darstellung.

Lerninhalte

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Kompaktüberblick

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Arbeitsschritt Leitfrage Ziel
recherchieren Wo finde ich brauchbare Informationen? passende Quellen finden
strukturieren Wie ordne ich die Inhalte sinnvoll? Überblick gewinnen
bewerten Ist die Quelle glaubwürdig und aktuell? Qualität einschätzen
verarbeiten Wie formuliere ich die wichtigsten Erkenntnisse? Informationen verständlich weitergeben

Merke: Gute Informationsarbeit beginnt nicht mit dem Kopieren, sondern mit Fragen, Prüfen und Auswählen.


Informationsbedarf erkennen und Suchziele festlegen

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Eine erfolgreiche Recherche beginnt nicht mit dem Eintippen einzelner Wörter, sondern mit einer klaren Vorstellung davon, welche Informationen wirklich gebraucht werden, wozu sie dienen sollen und wie genau das gesuchte Ergebnis am Ende aussehen muss.

Am Anfang steht die Frage: Was möchte ich genau wissen? Wer zu allgemein sucht, erhält oft unpassende, unübersichtliche oder zu viele Treffer. Deshalb ist es hilfreich, ein Thema einzugrenzen und Suchziele festzulegen. Aus „soziale Medien“ wird zum Beispiel „Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen“ oder aus „Klima“ wird „Folgen von Hitzetagen in österreichischen Städten“.

Sinnvolle Vorbereitungsschritte sind:

  • Thema klären, Ziel festlegen, Teilfragen bilden
  • Vorwissen sammeln, Begriffe notieren, Schwerpunkte wählen
  • Informationsart überlegen, Zeitraum festlegen, Zielgruppe beachten

Beispiele

Schulreferat, Projektfrage, Umfrageauswertung, Sachtext, Präsentation, Portfolio

Suchbegriffe und Suchstrategien entwickeln

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Gute Suchergebnisse entstehen meist nicht zufällig, sondern durch bewusst gewählte Suchbegriffe, Kombinationen und Verfeinerungen, die das Thema schrittweise eingrenzen und aus einer unscharfen Anfrage eine zielführende Recherche machen.

Zu einer Recherche gehören passende Schlüsselbegriffe, Synonyme und manchmal auch genaue Phrasen. Wer nur ein einzelnes Wort sucht, erhält oft ungenaue Ergebnisse. Besser ist es, mehrere passende Begriffe zu kombinieren. Hilfreich sind auch Anführungszeichen für feste Wortgruppen und Filter nach Datum, Sprache oder Region.

Wichtige Suchstrategien sind:

  • Schlüsselwörter sammeln, Begriffe kombinieren, Synonyme ergänzen
  • Anführungszeichen nutzen, Operatoren nutzen, Filter einsetzen
  • Suchanfrage prüfen, Suche verfeinern, Treffer eingrenzen

Beispiele

„soziale Medien“, „psychische Gesundheit“, Jugendliche

„Waldbrand“ AND „Österreich“

„Plastikmüll“ NOT „Basteln“

Wenn erste Ergebnisse unpassend sind, sollte die Suchanfrage verändert werden. Dazu kann man Begriffe genauer machen, andere Wörter ausprobieren oder den Suchraum einschränken.

Recherche ist daher oft ein wiederholter Prozess aus Versuch, Prüfung und Verbesserung.

Geeignete Informationsquellen auswählen

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Nicht jede Quelle passt gleich gut zu jeder Fragestellung, weshalb bewusst entschieden werden sollte, ob eher Suchmaschinen, Fachportale, Datenbanken, Bibliotheken, Nachrichtenangebote oder Interviews für das jeweilige Ziel sinnvoll und geeignet sind.

Informationsquellen können sehr unterschiedlich sein. Für erste Orientierung eignet sich oft eine Suchmaschine. Für vertiefte Recherche können Fachseiten, Datenbanken, Online-Bibliotheken, offizielle Stellen oder wissenschaftsnahe Angebote sinnvoller sein. Auch Schulbücher, Diagramme, Statistiken, Videos, Podcasts oder Interviews können wichtige Informationen liefern.

Quellenarten

Suchmaschine, Fachseite, Datenbank, Bibliothek, Statistik, Interview

Beispiele

Schulwebsite, Ministeriumsseite, Nachrichtenportal, Museumssite, Lernplattform, Fachartikel Bei der Auswahl sollte gefragt werden:

  • Wer veröffentlicht die Information?
  • Für wen wurde sie erstellt?
  • Passt die Quelle zum Thema?
  • Ist sie aktuell genug?
  • Ist sie sachlich oder werbend?

Gefundene Informationen bewerten

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Kritisches Bewerten ist notwendig, weil digitale Inhalte leicht verfügbar, aber nicht automatisch richtig, vollständig oder vertrauenswürdig sind und deshalb immer geprüft werden müssen, bevor sie übernommen, geteilt oder in eigenen Arbeiten verwendet werden.

Wichtige Kriterien zur Bewertung sind Autorität, Aktualität, Relevanz, Objektivität, Nachvollziehbarkeit und Quellenlage. Eine seriöse Quelle nennt oft Verfasserinnen oder Verfasser, Datum, Herkunft und gegebenenfalls weitere Quellen. Eine weniger verlässliche Seite fällt eher durch starke Meinung, fehlende Belege, viele Pop-ups oder unklare Absichten auf.

Prüfkriterien

Autor, Datum, Quelle, Ziel, Sprache, Belege

Warnzeichen

Pop-ups, Fehler, Übertreibung, Werbung, Quellenmangel, Einseitigkeit Hilfreich ist der Vergleich mehrerer Quellen. Wenn verschiedene glaubwürdige Angebote ähnliche Aussagen machen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Information tragfähig ist.

Stimmen wichtige Angaben nicht überein, muss genauer geprüft werden, woher die Unterschiede kommen.

Inhalte systematisieren und strukturieren

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Gefundene Informationen werden erst dann wirklich nutzbar, wenn sie geordnet, gebündelt und in erkennbare Zusammenhänge gebracht werden, damit aus einer Sammlung einzelner Treffer ein verständlicher und weiterverwendbarer Wissensbestand entsteht.

Nach dem Finden und Prüfen folgt das Ordnen. Dazu werden Informationen nach Themen, Unterthemen, Zeitabschnitten, Ursachen, Wirkungen, Argumenten oder Perspektiven gegliedert. So lassen sich Hauptaussagen besser erkennen und spätere Texte, Lernprodukte oder Präsentationen leichter planen.

Geeignete Ordnungsformen sind:

  • Stichwortliste, Gliederung, Tabelle, Mindmap, Cluster, Kartenabfrage
  • Ursache-Wirkung, Vergleich, Zeitfolge, Oberbegriff-Unterbegriff, Pro-Contra

Beispiele

Vorteile, Nachteile Ursachen, Folgen Fakten, Meinungen Thema, Unterthema Eine Recherche zum Thema „Fast Fashion“ kann zum Beispiel in Produktion, Arbeitsbedingungen, Umweltfolgen, Konsumverhalten und Lösungen gegliedert werden.

Dadurch wird aus vielen Einzeltreffern ein geordneter Lernstoff.

Informationen verarbeiten und weiterführen

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Die Verarbeitung von Informationen geht über bloßes Abschreiben hinaus, weil Inhalte verstanden, verdichtet, verglichen und in eigene Worte übertragen werden müssen, damit daraus tragfähiges Wissen und eigenständige Ergebnisse entstehen.

Zum Verarbeiten gehören zusammenfassen, markieren, paraphrasieren, vergleichen, gewichten und Schlussfolgerungen ziehen. Lernende sollen nicht ganze Textstellen übernehmen, sondern Kernaussagen herausarbeiten und in eigenen Formulierungen wiedergeben.

Arbeitsschritte

Markieren, notieren, zusammenfassen, umformulieren, vergleichen, ergänzen

Produkte

Kurztext, Steckbrief, Tabelle, Lernkarte, Handout, Portfolio Ein langer Artikel über Cybermobbing kann zum Beispiel auf zentrale Aussagen reduziert werden: Definition, typische Formen, Folgen, Hilfsangebote, Schutzmaßnahmen. Diese Punkte lassen sich anschließend in einer Tabelle, einer Mindmap oder einem Kurzvortrag weiterverarbeiten.

Unterschiedliche Informationsdarstellungen verstehen

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Informationen erscheinen in sehr verschiedenen Formen, weshalb Schülerinnen und Schüler lernen sollen, Texte, Tabellen, Grafiken, Karten, Infografiken und Diagramme jeweils passend zu lesen, zu deuten und für eigene Arbeiten einzusetzen.

Nicht jede Information wird am besten in Fließtext dargestellt. Zahlen lassen sich oft übersichtlicher in Tabellen oder Diagrammen zeigen, Abläufe in Schaubildern, Beziehungen in Mindmaps, Anteile in Kreisdiagrammen und Entwicklungen über die Zeit in Liniendiagrammen.

Wer Informationsdarstellungen beherrscht, kann Inhalte schneller verstehen und klarer weitergeben.

Darstellungsformen

Text, Tabelle, Diagramm, Infografik, Karte, Zeitleiste

Typische Einsätze

Vergleich, Entwicklung, Anteil, Ablauf, Verteilung, Überblick Ein Wetterverlauf über mehrere Wochen eignet sich gut für ein Liniendiagramm. Die Verteilung von Verkehrsmitteln auf dem Schulweg kann als Balken- oder Kreisdiagramm dargestellt werden. Ein historischer Ablauf lässt sich in einer Zeitleiste übersichtlicher zeigen als in einem langen Text.

Diagramme, Grafiken und Muster lesen

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Das Lesen visueller Darstellungen erfordert mehr als bloßes Anschauen, weil Trends, Verteilungen, Auffälligkeiten und mögliche Schlussfolgerungen nur dann erkannt werden, wenn Beschriftungen, Skalen, Achsen und Formen bewusst mitgelesen und gedeutet werden.

Beim Lesen von Diagrammen ist auf Titel, Achsen, Einheiten, Farben, Legenden und Wertebereiche zu achten. Erst dadurch lässt sich erkennen, was genau dargestellt wird und welche Aussage daraus abgeleitet werden darf. Typische Darstellungsformen sind Linien-, Balken-, Torten-, Punkt- und Histogramm-Diagramme.

Prüfpunkte

Titel, Achse, Einheit, Legende, Maßstab, Zeitraum

Musterarten

Trend, Spitze, Rückgang, Verteilung, Häufung, Korrelation Ein Balkendiagramm mit Verkaufszahlen kann saisonale Schwankungen zeigen. Ein Histogramm kann verdeutlichen, in welcher Altersgruppe die meisten Nutzenden einer App liegen. Ein Scatterplot kann Hinweise auf Zusammenhänge geben, etwa zwischen Werbeaufwand und Verkaufszahlen. Wichtig bleibt: Eine Darstellung kann Muster sichtbar machen, aber nicht jede Korrelation beweist automatisch eine Ursache.

Ergebnisse dokumentieren und darstellen

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Rechercheergebnisse sollen nicht nur richtig, sondern auch nachvollziehbar und adressatengerecht festgehalten werden, damit andere verstehen können, woher Informationen stammen, wie sie geordnet wurden und welche Aussagen daraus begründet abgeleitet wurden.

Geeignete Ergebnisformen sind:

  • Handout, Lernplakat, Steckbrief, Präsentation, Dossier, Recherchemappe
  • Vergleichstabelle, Mindmap, Infografik, Zeitstrahl, Diagramm, Portfolio Dabei sollten Quellen festgehalten, Begriffe klar benannt und Aussagen nachvollziehbar aufgebaut werden. Eine gute Ergebnisdarstellung zeigt nicht nur das Endprodukt, sondern lässt oft auch erkennen, wie Informationen ausgewählt und bewertet wurden.

Dokumentationshilfen

Quelle notieren, Datum notieren, Autor notieren, Titel notieren, Link notieren, Fundort notieren

Verantwortung, Sorgfalt und Reflexion

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Der Umgang mit Informationen verlangt neben Technik und Recherchewissen auch Verantwortung, weil falsche Übernahmen, unsaubere Quellenarbeit, vorschnelle Urteile oder unkritisches Weiterleiten von Inhalten zu Missverständnissen, Fehlinformationen und unfairen Darstellungen führen können.

Wer mit Informationen arbeitet, soll Quellen angeben, Aussagen prüfen, zwischen Fakt und Meinung unterscheiden und Unsicherheiten offen benennen. Ebenso wichtig ist ein bewusster Umgang mit personenbezogenen Daten, Bildern, Zitaten und fremden Darstellungen. Gute Informationsarbeit bedeutet daher immer auch: sorgfältig, kritisch, transparent und fair vorgehen.

Verantwortungsbereiche

Quellenarbeit, Sorgfalt, Transparenz, Datenschutz, Urheberrecht, Fairness

Kurz zusammengefasst

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Qualitätsmerkmal Beispiel
Aktualität Ist die Information noch gültig?
Glaubwürdigkeit Wer steht hinter der Quelle?
Nachvollziehbarkeit Gibt es Belege, Daten oder Quellenangaben?
Absicht Informiert die Quelle oder will sie vor allem überzeugen?

Merke: Informationen sind erst dann wirklich nützlich, wenn sie verständlich geordnet und kritisch bewertet wurden.

Orientierung auf einen Blick

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Arbeitsschritt Typischer Fehler Besser so
recherchieren nur die erste Suchtrefferseite übernehmen mehrere Quellen vergleichen
bewerten Werbung oder Meinung mit Fakten verwechseln Autor, Datum und Absicht prüfen
strukturieren alles ungeordnet sammeln Stichworte und Gliederung anlegen
verarbeiten einfach kopieren zusammenfassen und korrekt belegen

Merke: Gute Recherche bedeutet nicht möglichst viel zu finden, sondern passende und verlässliche Informationen gezielt auszuwählen.

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Passende LearningSnacks

Übungen

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Suchauftrag gezielt planen

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Ein hoher Lernertrag entsteht besonders dann, wenn Informationssuche nicht spontan beginnt, sondern über Suchziele, Teilfragen und passende Begriffe vorbereitet wird, weil dadurch aus unscharfen Themen konkrete und bearbeitbare Rechercheaufträge werden.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten ein Oberthema, etwa Cybermobbing, Klimawandel, Fast Fashion oder Künstliche Intelligenz. Zuerst formulieren sie einzeln oder in Partnerarbeit, was sie zu diesem Thema genau herausfinden möchten. Danach entwickeln sie drei bis fünf Teilfragen und notieren passende Suchbegriffe sowie mögliche Synonyme.

Im zweiten Schritt vergleichen die Lernenden ihre Suchideen und überarbeiten ungenaue Begriffe. Anschließend begründen sie, warum manche Suchbegriffe zu allgemein und andere präziser sind. So lernen sie, dass gute Recherche bereits vor der ersten Suchanfrage beginnt.

Material

Themenkarte, Suchblatt, Stifte

Produkte

Teilfragen, Suchbegriffe, Plan

Fokus

Suchziel, Begriffe, Eingrenzung, Vorbereitung

Treffer vergleichen und bewerten

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Ihr arbeitet mit mehreren Trefferseiten oder vorbereiteten Quellenausschnitten zu derselben Frage. Die Schülerinnen und Schüler prüfen zu jeder Quelle Autor, Datum, Sprache, Ziel, Belege und Gesamteindruck. Danach entscheiden sie, welche Quelle sie für eine schulische Arbeit verwenden würden und welche eher ungeeignet erscheint.

Anschließend formulieren sie ihre Entscheidung in ganzen Sätzen und nennen mindestens zwei Begründungen. In der gemeinsamen Sicherung werden typische Warnzeichen gesammelt, etwa Übertreibung, fehlende Quellen oder sehr werbliche Sprache. Dadurch wird Quellenbewertung als überprüfbarer Denkprozess geübt.

Material

Quellenblätter, Prüfraster, Markierstifte

Produkte

Bewertung, Begründung, Raster

Fokus

Autor, Datum, Sprache, Belege

Informationen ordnen und gliedern

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Die Lernenden erhalten mehrere kurze Textausschnitte, Notizen oder Informationskarten zu einem Thema. Ihre Aufgabe besteht darin, diese Informationen zu sortieren und in eine sinnvolle Gliederung zu überführen. Dabei sollen sie Oberthemen festlegen, Unterpunkte bilden und entscheiden, welche Informationen zusammengehören.

Danach erstellen sie aus ihrer Ordnung eine Mindmap, eine Stichwortgliederung oder ein Strukturblatt. In der Auswertung vergleichen mehrere Gruppen ihre Lösungen und besprechen, warum unterschiedliche, aber dennoch nachvollziehbare Ordnungen möglich sind. So wird deutlich, dass Strukturierung eine aktive Denkleistung ist.

Material

Infokarten, Schere, Papier, Stifte

Produkte

Gliederung, Mindmap, Strukturblatt

Fokus

Ordnung, Oberbegriffe, Unterpunkte, Zusammenhänge

Kernaussagen zusammenfassen

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Das Verdichten von Informationen steigert den Lernertrag erheblich, weil Schülerinnen und Schüler dabei unwichtige Details von tragenden Aussagen unterscheiden und Inhalte in eigene, klarere Formulierungen überführen müssen, statt bloß Textpassagen zu übernehmen.

Die Schülerinnen und Schüler lesen einen Sachtext oder arbeiten mit mehreren kurzen Quellen zu einem gemeinsamen Thema. Danach markieren sie die wichtigsten Aussagen und formulieren daraus eine knappe Zusammenfassung mit einer festgelegten Wortgrenze oder mit einer festen Zahl an Sätzen.

Im zweiten Schritt tauschen die Lernenden ihre Zusammenfassungen aus und prüfen, ob die Kernaussagen vollständig, verständlich und sachlich korrekt wiedergegeben sind. Die Überarbeitung macht sichtbar, dass Zusammenfassen ein Auswahl- und Formulierungsprozess ist und nicht nur ein Kürzen.

Material

Sachtext, Marker, Schreibblatt

Produkte

Zusammenfassung, Markierung, Überarbeitung

Fokus

Kernaussagen, Verdichtung, Umformulierung, Kontrolle

Darstellungsformen passend wählen

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Ihr arbeitet mit verschiedenen Informationsarten vor, etwa einen zeitlichen Ablauf, eine Mengenverteilung, einen Vergleich, eine Ursache-Wirkung-Beziehung oder eine Sammlung von Unterthemen. Die Schülerinnen und Schüler wählen dazu jeweils eine passende Darstellungsform und begründen ihre Entscheidung.

Danach gestalten sie mindestens zwei Inhalte in unterschiedlichen Formen, zum Beispiel eine Zeitleiste für historische Ereignisse, eine Tabelle für Vergleichsdaten oder eine Mindmap für Unterthemen. In der Besprechung wird deutlich, dass gute Darstellung die Verständlichkeit erhöht und nicht zufällig gewählt werden sollte.

Material

Inhaltskarten, Vorlagen, Stifte

Produkte

Darstellungen, Begründung, Vergleich

Fokus

Text, Tabelle, Mindmap, Zeitleiste

Diagramme lesen und deuten

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Visuelle Informationsverarbeitung wird besonders gut gelernt, wenn Schülerinnen und Schüler Diagramme nicht nur beschreiben, sondern aus Achsen, Werten und Verläufen konkrete Aussagen ableiten und mögliche Fehlinterpretationen erkennen.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten verschiedene Diagramme, etwa Balken-, Linien- oder Kreisdiagramme. Sie benennen zunächst Titel, Achsen, Legende und Einheit. Danach formulieren sie in ganzen Sätzen, was das Diagramm zeigt, welche Auffälligkeiten erkennbar sind und welche Aussage sich daraus ableiten lässt.

Im zweiten Schritt vergleichen sie zwei ähnliche Diagramme mit unterschiedlicher Darstellung und prüfen, ob eines davon irreführend oder schwer lesbar ist. So wird die Fähigkeit gefördert, grafische Informationen nicht nur anzusehen, sondern kritisch auszuwerten.

Material

Diagrammblatt, Leitfragen, Stifte

Produkte

Deutung, Vergleich, Auswertung

Fokus

Achsen, Werte, Trends, Kritik

Quellenvergleich mit Urteil

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Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten zwei oder drei Quellen zu einer gemeinsamen Fragestellung, etwa ein Nachrichtenartikel, ein Blogbeitrag und eine offizielle Informationsseite.

Sie notieren Gemeinsamkeiten, Unterschiede und mögliche Widersprüche. Danach entscheiden sie, welche Quelle für welches Ziel am besten geeignet ist.

In der Sicherung formulieren die Lernenden ein kurzes Gesamturteil, in dem sie benennen, welche Quelle sie für ein Referat, eine Diskussion oder eine erste Orientierung auswählen würden. Dadurch lernen sie, dass Quellen nicht pauschal gut oder schlecht sind, sondern immer im Zusammenhang mit dem Zweck beurteilt werden müssen.

Material

Quellenmappe, Vergleichsblatt, Marker

Produkte

Vergleich, Urteil, Begründung

Fokus

Perspektive, Absicht, Aktualität, Eignung

Rechercheprodukt erstellen

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Besonders hoher Lernertrag entsteht, wenn Informationen am Ende nicht nur gesammelt, sondern in ein eigenes Produkt überführt werden, weil dadurch Recherche, Auswahl, Ordnung, Bewertung und Darstellung zu einem vollständigen Arbeitsprozess zusammenwachsen.

Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten eine Leitfrage und erstellen auf Grundlage ihrer Recherche ein Produkt, etwa ein Handout, ein Lernplakat, eine Kurzpräsentation, eine Infografik oder ein Rechercheblatt. Das Produkt soll Quellen ausweisen, eine erkennbare Struktur haben und mindestens eine geeignete Informationsdarstellung enthalten.

Anschließend präsentieren die Lernenden ihr Produkt kurz und erklären, wie sie ihre Informationen ausgewählt und geordnet haben. In der Reflexion halten sie fest, welche Suchstrategie gut funktioniert hat und an welcher Stelle sie ihre Recherche beim nächsten Mal verbessern würden. So wird der gesamte Informationsprozess bewusst gemacht.

Material

Rechercheauftrag, Vorlage, Endgerät, Quellenblatt

Produkte

Handout, Plakat, Präsentation, Infografik

Fokus

Recherche, Struktur, Darstellung, Reflexion

Kompetenzcheck

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Überprüfe am Ende selbst, ob du die zentralen Kompetenzen dieses Kapitels sicher anwenden kannst:

Ich kann … Ja Noch üben
Suchziele klären, Suchbegriffe wählen und Quellen auswählen. ☐ ☐
Suchstrategien planen, Suchanfragen verfeinern und Treffer vergleichen. ☐ ☐
Quellen prüfen, Glaubwürdigkeit bewerten und Absichten erkennen. ☐ ☐
Informationen ordnen, Inhalte gliedern und Kernaussagen markieren. ☐ ☐
Texte zusammenfassen, Notizen erstellen und Ergebnisse strukturieren. ☐ ☐
Darstellungen deuten, Diagramme lesen und Muster erkennen. ☐ ☐
Informationen übertragen, Tabellen nutzen und Grafiken einsetzen. ☐ ☐
Aussagen vergleichen, Widersprüche erkennen und Urteile begründen. ☐ ☐
Ergebnisse dokumentieren, Quellen angeben und Präsentationen erstellen. ☐ ☐
Datenschutz beachten, Urheberrecht beachten und Verantwortung übernehmen. ☐ ☐