DGB 1: Texte und Präsentationen
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Textverarbeitungs- und Präsentationsprogramme gehören zu den wichtigsten digitalen Werkzeugen in Schule und Alltag. Programme wie Microsoft Word, LibreOffice Writer, Microsoft PowerPoint, LibreOffice Impress oder browserbasierte Alternativen unterscheiden sich in ihrer Oberfläche, beruhen aber auf ähnlichen Grundprinzipien: Inhalte werden strukturiert, formatiert, gespeichert und für eine Zielgruppe verständlich gestaltet.
Lehrplanbezug
[Bearbeiten]| Bereich | Zuordnung |
|---|---|
| Kompetenzbereich | Produktion |
| Schwerpunkt | Texte und Präsentationen einzeln und gemeinsam strukturieren und formatieren |
| Kompetenz | Einzeln und gemeinsam Texte und Präsentationen unter Einbeziehung von Bildern, Grafiken und anderen Objekten strukturieren und formatieren. |
Lernziele
[Bearbeiten]Die Schülerinnen und Schüler können:
- Texte mit Titel, Überschriften, Absätzen und Listen sinnvoll gliedern;
- grundlegende Zeichen- und Absatzformatierungen gezielt einsetzen;
- zwischen Inhalt und Gestaltung unterscheiden und Formatierung sparsam verwenden;
- Bilder und Tabellen in Dokumente einfügen und sinnvoll positionieren;
- Dokumente mit verständlichen Dateinamen speichern und bei Bedarf als PDF exportieren;
- Präsentationen mit klarer Folienstruktur und gut lesbaren Inhalten erstellen;
- Bilder, Grafiken und Diagramme passend in Präsentationen einsetzen;
- überladene Folien erkennen und verbessern;
- gemeinsam an Dokumenten oder Präsentationen arbeiten und Kommentare bzw. Freigaben nutzen;
- Quellen für übernommene Informationen und Bilder nachvollziehbar angeben.
Lerninhalte
[Bearbeiten]Textverarbeitung – wofür?
[Bearbeiten]Textverarbeitungsprogramme dienen zum Erstellen, Bearbeiten, Strukturieren und Formatieren von Texten. Typische Produkte sind Berichte, Briefe, Protokolle, Arbeitsblätter und Informationsblätter.
Eine gute Textdatei ist zuerst inhaltlich geordnet und danach passend gestaltet. Formatierung kann Struktur sichtbar machen, sollte aber fehlende Gliederung nicht ersetzen.
Dokumente strukturieren
[Bearbeiten]Ein längerer Text wird durch Titel, Überschriften, Absätze und Listen übersichtlich. Überschriften sollten echte Überschriftenformatierungen bzw. Formatvorlagen verwenden, wenn das Programm dies anbietet. Das ist besser, als nur die Schriftgröße manuell zu erhöhen.
Leerraum wird über Absatz- und Layoutfunktionen erzeugt, nicht durch viele Leerzeichen oder wiederholtes Drücken der Eingabetaste. Dadurch bleibt das Dokument stabiler und leichter zu überarbeiten.
Grundlegende Formatierung in Word oder Writer
[Bearbeiten]Zu den wichtigsten Werkzeugen gehören Schriftart und Schriftgröße, Fett- und Kursivschrift, Textausrichtung, Aufzählungen und Nummerierungen sowie Absatzabstände.
Wenige konsistente Formate sind meist besser als viele unterschiedliche Schriften und Farben. Hervorhebungen sollten eine Bedeutung haben und nicht zufällig eingesetzt werden.
Bilder, Tabellen und andere Objekte
[Bearbeiten]Bilder können Informationen veranschaulichen. Sie sollten zur Aussage passen, ausreichend groß und nicht verzerrt dargestellt werden. Eine Bildunterschrift oder Quellenangabe kann notwendig sein.
Tabellen eignen sich für strukturierte Informationen, nicht als Ersatz für beliebiges Seitenlayout. Diagramme aus Tabellenkalkulationen können in Dokumente übernommen werden, wenn sie für die Aussage hilfreich sind.
Speichern, Dateiname und PDF
[Bearbeiten]Während der Arbeit sollte das Dokument regelmäßig gespeichert werden. Ein verständlicher Dateiname erleichtert Wiederfinden und Abgabe. Vor dem Überschreiben wichtiger Fassungen kann „Speichern unter“ für eine neue Version verwendet werden.
PDF eignet sich häufig zur Weitergabe einer fertigen Fassung, weil das Layout auf anderen Geräten meist stabiler bleibt. Die bearbeitbare Originaldatei sollte trotzdem aufbewahrt werden, wenn spätere Änderungen erwartet werden.
Präsentationen planen
[Bearbeiten]Eine Präsentation unterstützt einen Vortrag und ersetzt ihn nicht. Vor dem Gestalten wird eine einfache Dramaturgie festgelegt: Einstieg, wenige Hauptpunkte und Abschluss.
Eine Folie sollte eine klare Aufgabe haben. Überschrift und Kernaussage müssen schnell erkennbar sein. Lange Absätze werden besser im gesprochenen Vortrag erklärt als vollständig auf die Folie geschrieben.
Folien gut gestalten
[Bearbeiten]Gut lesbare Schrift, ausreichender Kontrast, einheitliche Layouts und passende Bilder sind wichtiger als viele Animationen. Text sollte knapp sein und aus normaler Betrachtungsentfernung lesbar bleiben.
Bilder, Grafiken und Diagramme brauchen genügend Platz. Dekoration darf die Aussage nicht überdecken. Animationen und Übergänge werden sparsam verwendet, wenn sie einen inhaltlichen Zweck erfüllen.
Gemeinsames Arbeiten
[Bearbeiten]Cloudbasierte Text- und Präsentationswerkzeuge ermöglichen gemeinsames Bearbeiten. Kommentare, Freigaben und Versionsverläufe helfen bei Rückmeldung und Koordination.
Vor Beginn sollte festgelegt werden, wer welche Teile bearbeitet und wer die Endfassung kontrolliert. So bleibt auch ein gemeinsames Produkt einheitlich.
Quellen und fremde Inhalte
[Bearbeiten]Texte, Bilder und Grafiken aus dem Internet dürfen nicht einfach als eigene Inhalte ausgegeben werden. Für Schulprodukte sollten verwendete Quellen nachvollziehbar angegeben und Nutzungsrechte beachtet werden.
Bei eigenen Formulierungen wird der Inhalt verstanden und verarbeitet; reines Kopieren führt häufig zu unpassenden oder nicht verstandenen Texten.
Aufgaben für den Unterricht
[Bearbeiten]Informationsblatt in Word erstellen
[Bearbeiten]Ein kurzer Sachtext wird zu einem übersichtlichen einseitigen Dokument gestaltet.
Arbeitsauftrag: Nutze Titel, zwei Überschriften, Absätze, eine Liste und ein passendes Bild. Speichere die bearbeitbare Datei und exportiere zusätzlich eine PDF-Fassung.
Erwartetes Ergebnis: Ein klar strukturiertes, sauber gespeichertes Dokument.
Formatierungsfehler reparieren
[Bearbeiten]Ein Übungsdokument enthält viele Leerzeichen, uneinheitliche Schriften und manuell erzeugte Überschriften.
Arbeitsauftrag: Überarbeite das Dokument mit Absatzformatierung, Listen und einheitlichen Überschriften. Erkläre drei Verbesserungen.
Erwartetes Ergebnis: Struktur statt „Formatieren mit Leerzeichen“.
Fünf-Folien-Präsentation
[Bearbeiten]Ein kleines Unterrichtsthema wird als kurze Präsentation aufbereitet.
Arbeitsauftrag: Erstelle Titel-, drei Inhalts- und eine Abschlussfolie. Verwende knappen Text und mindestens ein sinnvolles Bild oder Diagramm. Gib verwendete Quellen an.
Erwartetes Ergebnis: Eine lesbare und inhaltlich geordnete Mini-Präsentation.
Überladene Folie verbessern
[Bearbeiten]Eine Folie mit langem Fließtext, zu kleinen Schriften und mehreren Dekorationselementen wird analysiert.
Arbeitsauftrag: Reduziere den Inhalt auf Kernaussagen, ordne die Elemente neu und begründe deine Gestaltung.
Erwartetes Ergebnis: Eine deutlich verständlichere Folie.
Gemeinsam überarbeiten
[Bearbeiten]Zwei Personen arbeiten an demselben Dokument oder derselben Präsentation.
Arbeitsauftrag: Teilt Aufgaben auf, hinterlasst je einen sachlichen Kommentar und kontrolliert gemeinsam die Endfassung sowie die Freigabeeinstellungen.
Erwartetes Ergebnis: Nachvollziehbare Zusammenarbeit mit einheitlichem Ergebnis.
Selbstcheck
[Bearbeiten]- Ich kann Texte mit Überschriften, Absätzen und Listen strukturieren.
- Ich nutze Formatierung gezielt und nicht mit Leerzeichen-Tricks.
- Ich kann Bilder und Tabellen sinnvoll einfügen.
- Ich kann Dateien sauber speichern und als PDF ausgeben.
- Ich kann eine lesbare Präsentation mit klarer Folienstruktur erstellen.
- Ich kann gemeinsam an Dokumenten arbeiten und Quellen angeben.