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DGB 3: Barrierefreie Medienproduktionen

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Ein gutes digitales Medienprodukt soll möglichst vielen Menschen Zugang ermöglichen. Barrierefreiheit betrifft nicht nur technische Standards, sondern auch Lesbarkeit, Verständlichkeit, Struktur, Alternativtexte, Untertitel und Bedienbarkeit. Sie ist damit ein Qualitätsmerkmal jeder Produktion.

Lehrplanbezug

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Bereich Zuordnung
Kompetenzbereich Produktion
Perspektiven G, I
Schwerpunkt Eigene mediale Produktionen auf Barrierefreiheit prüfen und Barrieren beseitigen
Kompetenz Eigene Texte, Präsentationen, Bilder, Audio- und Videoprodukte auf Barrieren prüfen und mit geeigneten Maßnahmen zugänglicher gestalten.

Lernziele

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Die Schülerinnen und Schüler können:

  • Barrierefreiheit bei digitalen Medien erklären;
  • Barrieren in Texten und Präsentationen erkennen;
  • Bilder und Grafiken auf fehlende Alternativinformationen prüfen;
  • Audioinhalte durch Textalternativen zugänglicher machen;
  • Videos auf Untertitel, Verständlichkeit und visuelle Abhängigkeiten prüfen;
  • klare Überschriften, Listen und sinnvolle Lesereihenfolge verwenden;
  • Word- oder Präsentationsdokumente mit integrierten Prüfwerkzeugen untersuchen;
  • eigene Produkte anhand einer Checkliste überarbeiten;
  • Peer-Feedback zur Barrierefreiheit konstruktiv nutzen;

Lerninhalte

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Was Barrierefreiheit bei Medienproduktionen bedeutet

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Barrierefreiheit zielt darauf, Informationen unabhängig von Einschränkungen möglichst gut wahrnehmbar und bedienbar zu machen. Dazu gehören visuelle, auditive, motorische, sprachliche und kognitive Aspekte.

Nicht jede Barriere lässt sich vollständig beseitigen, aber viele Probleme können mit einfachen Gestaltungsentscheidungen deutlich reduziert werden.

Barrieren in Texten und Präsentationen erkennen

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Sehr kleine Schrift, lange unstrukturierte Absätze, fehlende Überschriften, schlechte Kontraste oder überladene Folien erschweren Zugang. Formatierung sollte mit Formatvorlagen und klarer Struktur statt nur optisch erfolgen.

In Word oder vergleichbaren Programmen sind echte Überschriften, Listen und Tabellenstrukturen hilfreicher als manuelle Leerzeichen oder zufällige Fettformatierung.

Barrieren in Bildern, Grafiken und Infografiken erkennen

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Ein Bild kann eine wichtige Aussage enthalten, die bei Nicht-Sichtbarkeit verloren geht. Ein Alternativtext beschreibt daher die wesentliche Information und nicht jedes dekorative Detail.

Grafiken benötigen verständliche Beschriftungen; Information sollte möglichst nicht ausschließlich über Farbe vermittelt werden.

Barrieren in Audioformaten erkennen

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Reine Audioinhalte sind für gehörlose oder schwerhörige Personen schwer zugänglich. Transkripte oder schriftliche Zusammenfassungen schaffen eine Alternative.

Auch schlechte Tonqualität, starke Hintergrundgeräusche oder zu schnelles Sprechen können Barrieren erzeugen.

Barrieren in Videos erkennen

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Videos verbinden Bild und Ton. Untertitel unterstützen den Zugang zu gesprochenen Inhalten. Wichtige Informationen, die nur visuell gezeigt werden, benötigen gegebenenfalls zusätzliche Beschreibung.

Schnelle Schnitte, flackernde Effekte und zu kleine Texteinblendungen können die Nutzung erschweren.

Einfache Maßnahmen zur Beseitigung von Barrieren

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Klare Überschriften, ausreichende Schriftgröße, verständliche Sprache, beschriftete Links, Alternativtexte und Untertitel sind besonders wirksam. Dokumente sollten mit integrierten Barrierefreiheitsprüfungen getestet werden, sofern die Software diese bietet.

Automatische Prüfungen finden nicht alle Probleme; menschliche Prüfung bleibt notwendig.

Barrierefreiheit als Perspektivwechsel

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Beim Prüfen wird ein Produkt aus Sicht anderer Menschen betrachtet. Kann die Aussage verstanden werden, wenn ein Bild fehlt? Ist eine Folie auch ohne Farbcodierung nachvollziehbar?

Dieser Perspektivwechsel verbessert oft die Qualität für alle Nutzenden.

Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal eigener Produktionen

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Barrierefreiheit sollte nicht erst ganz am Ende ergänzt werden. Wer Struktur, Alternativen und Lesbarkeit bereits bei der Planung berücksichtigt, arbeitet effizienter.

Bei Präsentationen, Word-Dokumenten oder Webseiten ist Zugänglichkeit Teil professioneller Gestaltung.

Aufgaben für den Unterricht

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Barrieren in Beispielprodukten erkennen

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Arbeitsauftrag: Markiert in vorbereiteten Dokumenten und Folien Probleme bei Struktur, Schrift, Kontrast, Bildbeschreibung und Verständlichkeit.

Erwartetes Ergebnis: Barrierenliste.

Eigene Produktionen mit einer Checkliste prüfen

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Arbeitsauftrag: Prüft ein eigenes schulisches Medienprodukt anhand einer einheitlichen Checkliste.

Erwartetes Ergebnis: ausgefüllter Qualitätscheck.

Perspektivenwechsel gezielt einnehmen

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Arbeitsauftrag: Bearbeitet ein Produkt unter der Annahme, dass Bild, Ton oder Farbinformation nicht verfügbar ist.

Erwartetes Ergebnis: Verbesserungsvorschläge.

Texte und Folien überarbeiten

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Arbeitsauftrag: Verbessert Überschriftenstruktur, Lesbarkeit, Folienmenge und eindeutige Linktexte in Word oder PowerPoint.

Erwartetes Ergebnis: überarbeitete Datei.

Bilder und Grafiken zugänglicher gestalten

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Arbeitsauftrag: Erstellt passende Alternativtexte und ergänzt fehlende Beschriftungen.

Erwartetes Ergebnis: Bildbeschreibungen.

Audio und Video barriereärmer machen

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Arbeitsauftrag: Ergänzt ein kurzes Medienbeispiel um Transkript, Untertitel oder klare Textzusammenfassung.

Erwartetes Ergebnis: zugänglichere Medienfassung.

Alternativtexte und Begleithilfen erstellen

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Arbeitsauftrag: Formuliert Alternativtexte, die die wesentliche Aussage eines Bildes oder Diagramms kurz und sachlich wiedergeben.

Erwartetes Ergebnis: Alternativtextsammlung.

Peer-Feedback zur Barrierefreiheit organisieren

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Arbeitsauftrag: Tauscht Medienprodukte und gebt Rückmeldung zu Lesen, Hören, Sehen, Verstehen und Orientierung.

Erwartetes Ergebnis: Feedbackbogen und Revision.

Barrierefreiheit als Qualitätsstandard anwenden

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Arbeitsauftrag: Entwickelt einen Klassen-Kriterienkatalog und wendet ihn auf ein laufendes Projekt an.

Erwartetes Ergebnis: Kriterienkatalog.

Ein Medienprodukt vollständig überarbeiten

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Arbeitsauftrag: Überarbeitet ein ausgewähltes Produkt von Struktur bis Alternativmedien und dokumentiert die Änderungen.

Erwartetes Ergebnis: Revisionsfassung.

Reflexion zum Abschluss

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Arbeitsauftrag: Nenne drei Barrieren, die du künftig schon während der Erstellung vermeiden willst.

Erwartetes Ergebnis: persönliche Qualitätsregeln.

Selbstcheck

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  • Ich kann den Schwerpunkt „Eigene mediale Produktionen auf Barrierefreiheit prüfen und Barrieren beseitigen“ mit eigenen Worten erklären.
  • Ich kann Barrierefreiheit bei digitalen Medien erklären.
  • Ich kann Barrieren in Texten und Präsentationen erkennen.
  • Ich kann Bilder und Grafiken auf fehlende Alternativinformationen prüfen.
  • Ich kann Audioinhalte durch Textalternativen zugänglicher machen.
  • Ich kann Videos auf Untertitel, Verständlichkeit und visuelle Abhängigkeiten prüfen.

Siehe auch

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