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DGB 4: Technologie- und Medienwandel

Aus Informatik.wiki

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Neue Technologien werden häufig entweder als Lösung fast aller Probleme gefeiert oder als Gefahr für Kultur und Gesellschaft abgelehnt. Beide Extreme vereinfachen komplexe Entwicklungen. Ziel ist eine Haltung, die Chancen, Risiken, Interessen und Bedingungen getrennt prüft.

Lehrplanbezug

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Bereich Zuordnung
Kompetenzbereich Orientierung
Perspektiven G, I
Schwerpunkt Euphorische und kulturpessimistische Haltungen gegenüber Technologie- und Medienwandel
Kompetenz Extreme Technikurteile erkennen, historische und aktuelle Argumente vergleichen und eine begründete eigene Position entwickeln.

Lernziele

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Die Schülerinnen und Schüler können:

  • Technikeuphorie und Kulturpessimismus erklären;
  • extreme Technikurteile in Aussagen und Schlagzeilen erkennen;
  • historische und aktuelle Technikdebatten vergleichen;
  • zwischen belegbaren Folgen und Zukunftsbehauptungen unterscheiden;
  • Argumente und Gegenargumente sachlich formulieren;
  • Interessen und Perspektiven verschiedener Gruppen berücksichtigen;
  • eine differenzierte eigene Position entwickeln;

Lerninhalte

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Grundbegriffe und Haltungen

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Technikeuphorische Positionen betonen Fortschritt, Effizienz und neue Möglichkeiten. Kulturpessimistische Positionen stellen Verlust, Abhängigkeit oder gesellschaftlichen Niedergang in den Vordergrund.

Beide Sichtweisen können wichtige Beobachtungen enthalten, werden aber problematisch, wenn Gegenargumente ausgeblendet oder Zukunftsentwicklungen als sicher dargestellt werden.

Warum extreme Haltungen entstehen

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Neue Technologien verändern Gewohnheiten und Machtverhältnisse. Unsicherheit kann Ängste verstärken; wirtschaftliche Interessen können Erwartungen überhöhen. Medien bevorzugen außerdem oft zugespitzte Aussagen, weil sie Aufmerksamkeit erzeugen.

Ein gutes Urteil fragt daher nach Daten, Zeitraum, Vergleichsmaßstab und betroffenen Gruppen.

Historische und aktuelle Beispiele

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Buchdruck, Eisenbahn, Radio, Fernsehen, Internet, Smartphones und KI wurden jeweils von Hoffnungen und Befürchtungen begleitet. Manche Prognosen trafen teilweise zu, andere nicht.

Historische Vergleiche helfen, wiederkehrende Argumentationsmuster zu erkennen, ohne heutige Technologien mit früheren gleichzusetzen.

Argumentativ begegnen

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Statt „Technik ist gut“ oder „Technik macht alles schlechter“ werden konkrete Aussagen geprüft: Welche Funktion? Für wen? Unter welchen Bedingungen? Welche Nebenwirkungen?

Gegenargumente sollen die stärkste Version einer Position beantworten und nicht eine absichtlich schwache Karikatur.

Eigene Position entwickeln

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Eine begründete Position darf ambivalent sein. Man kann etwa KI in der Medizin begrüßen und zugleich strengere Anforderungen an Datenschutz und Kontrolle fordern.

Entscheidend ist, Kriterien offenzulegen und neue Informationen in die eigene Bewertung einbeziehen zu können.

Aufgaben für den Unterricht

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Aussagenbarometer zu Technikurteilen

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Arbeitsauftrag: Ordnet Aussagen zwischen starker Euphorie und starkem Pessimismus und begründet die Position.

Erwartetes Ergebnis: Argumentationsbarometer.

Schlagzeilen analysieren und entschärfen

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Arbeitsauftrag: Überarbeitet stark zugespitzte Technikschlagzeilen zu sachlicheren Formulierungen.

Erwartetes Ergebnis: Vorher-Nachher-Vergleich.

Technikdebatte mit Rollenperspektiven

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Arbeitsauftrag: Diskutiert eine neue Technologie aus Sicht von Nutzenden, Unternehmen, Beschäftigten, Eltern und Politik.

Erwartetes Ergebnis: Rollenprotokoll.

Historischer Vergleich

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Arbeitsauftrag: Vergleicht Hoffnungen und Ängste zu zwei Technologien aus unterschiedlichen Zeiten.

Erwartetes Ergebnis: Vergleichstabelle.

Argumente prüfen und Gegenargumente formulieren

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Arbeitsauftrag: Markiert Behauptung, Beleg und Schlussfolgerung in kurzen Technikargumenten.

Erwartetes Ergebnis: Argumentanalyse.

Fallbeispiele aus dem Alltag bewerten

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Arbeitsauftrag: Bewertet Smartphone, Social Media oder KI anhand gemeinsamer Kriterien.

Erwartetes Ergebnis: Kriterienraster.

Debatte mit Beobachtungsauftrag

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Arbeitsauftrag: Führt eine strukturierte Debatte; Beobachtende prüfen Sachlichkeit, Belege und Umgang mit Gegenargumenten.

Erwartetes Ergebnis: Feedbackbogen.

Eigene Position schriftlich entwickeln

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Arbeitsauftrag: Schreibe eine differenzierte Stellungnahme mit mindestens einem Gegenargument.

Erwartetes Ergebnis: Stellungnahme.

Sicherung durch Begriffskarten

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Arbeitsauftrag: Erstellt Karten zu Euphorie, Kulturpessimismus, Evidenz, Risiko und Abwägung.

Erwartetes Ergebnis: Begriffsnetz.

Selbstcheck

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  • Ich kann den Schwerpunkt „Euphorische und kulturpessimistische Haltungen gegenüber Technologie- und Medienwandel“ mit eigenen Worten erklären.
  • Ich kann Technikeuphorie und Kulturpessimismus erklären.
  • Ich kann extreme Technikurteile in Aussagen und Schlagzeilen erkennen.
  • Ich kann historische und aktuelle Technikdebatten vergleichen.
  • Ich kann zwischen belegbaren Folgen und Zukunftsbehauptungen unterscheiden.
  • Ich kann Argumente und Gegenargumente sachlich formulieren.

Siehe auch

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